Heimisches Fleisch

90 von 100 Österreichern wollen wissen, woher ihr Sonntagsbraten kommt. Das Tierschutzvolksbegehren haben über 400.000 Menschen unterschrieben. Kann eine verpflichtende Herkunfts-bezeichnung für Fleisch einen Bewusstseinswandel bringen?
© Adobe Stock

Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2020 hierzulande 5.100.000 Schweine, 590.000 Rinder, 56.300 Kälber und 182.000 Schafe geschlachtet. Dazu kommen 11.500 Ziegen, 426 Pferde und andere Einhufer. Da die Tiere ja nicht zur Gänze zum Verzehr aufgetischt werden können, werden – so der Ernährungsbericht der Bundesregierung – von jedem Österreicher im Schnitt 65 kg Fleisch gegessen. Was weggeworfen wird, sind Haut, Hörner, Haare, Eingeweide. Wenn man das mit einberechnet, liegt unser Fleischkonsum bei 97 Kilo. Dafür müssen knapp 99 Millionen Tiere im Jahr getötet werden.

Ein echtes Wiener Kalbsschnitzerl? „70 Prozent der Schnitzel, die in Restaurants verkauft werden, kommen aus Holland“, behauptet Werner Habermann, Geschäftsführer der „Arge Rind“, in der Tageszeitung Die Presse. Brancheninsider erklären unter mehr oder weniger vorgehaltener Hand, dass rund 80 Prozent der Hühnerflügel und der Brüstchen von irgendwoher „eingeflogen“ werden müssen. Hauptsache, der Preis stimmt!

Weil mehr als die Hälfte (vor allem Rind- und Schweinefleisch) in der Gastronomie gebraucht wird, kommen jährlich rund 80.000 Rinder aus Kroatien, Tschechien und aus der Slowakei zum Schlachten ins Land. Das heißt:  Jedes zweite Stück von ihrem Fleisch landet in der Hotellerie, in industriellen Großküchen oder beim Wirten ums Eck. Oder auch dort, wo es jeden Tag darum geht, alle satt zu machen. Das sind Werks-Kantinen oder Krankenhäuser, also industrielle Großküchen, die massenhaft Menschen abspeisen müssen und dabei auf jeden Cent achten…

 

Von Gerald Teufel

 

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