Ein Branchen-Update

Die Top-News der ersten beiden August-Wochen hier für Sie zusammengefasst.
© pixabay

Bis jetzt gute Sommersaison in Österreich

Geschätzte FM-Leserinnen und Leser!

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie uns in den letzten zwei Wochen während unseres Sommerurlaubes schmerzlich vermisst haben. Wir Sie auch. Deswegen geben wir Ihnen hier ein kurzes Update, was die wichtigsten Ereignisse der Branche waren, über die wir in dieser Zeit urlaubsbedingt nicht berichten konnten.

Touristiker sind mit Start in die Sommersaison zufrieden

Einer market-Umfrage zufolge, deren Ergebnisse Anfang August von der WKÖ im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurden, blicken 87 Prozent der Hotellerie- und Gastronomiebetriebe positiv in die Zukunft. Nach dem verregneten Mai ist man mit dem Sommergeschäft recht zufrieden. Die Betten sind gut gebucht. Es gibt aber regionale Unterschiede. Im Osten und im Westen des Landes herrscht mehr Zuversicht als etwa im Süden.

Als ein Hauptproblem in der Branche wird von den Befragten der Mangel an Fachkräften angesehen. Doch auch Aushilfskräfte sollten einfacher und unbürokratischer beschäftigt werden können, geht aus der Umfrage hervor. Die WKÖ fordert deshalb von der nächsten Regierung eine „umfassende Fachkräfteoffensive“.

Ebenfalls interessant: Rund 30 Prozent der befragten Betriebe aus der Branche wünschen sich von der neuen Regierung eine Senkung der Lohnnebenkosten, 10 Prozent fordern dringend weniger Bürokratie. Die WKÖ erneuerte ihren Wunsch nach einer „raschen Anpassung der Gebäudeabreibung an die tatsächliche Nutzungsdauer“ von derzeit 40 auf 33 Jahre.

Einkaufsgenossenschaft Hogast mit neuem Umsatzrekord

Die Hogast-Gruppe mit Sitz in Anif bei Salzburg hat in dem mit 30. April zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2018/19 ihren Umsatz um 6,2 Prozent auf 1,297 Mrd. Euro gesteigert. Wie die Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie, Gastronomie  und Sozialeinrichtungen vergangene Woche mitteilte, stellt dies einen neuen Rekordwert dar. Das Plus ist dabei Zuwächsen in allen Unternehmensteilen geschuldet. Erstmals konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr laut der Genossenschaft auch in Summe mehr als 10 Millionen Euro an die Mitglieder in Österreich rückvergütet werden.

RLB OÖ verkaufte Einkaufszentrum Passage Linz an Schweizer

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) hat das Einkaufszentrum Passage auf der Linzer Landstraße verkauft. Käufer ist die Schweizer Immobiliengesellschaft Cone Capital AG mit Sitz in Zürich. Das Passage Linz soll zu einem „Multi-Use-Center“ werden. In rund drei bis vier Jahren soll mit umfangreichen Bauarbeiten begonnen werden, teilte die RLB OÖ vergangene Woche in einer Aussendung mit.

Die Cone Capital AG ist ein international tätiges Immobilienunternehmen, das insbesondere im Bereich Retail/Shopping in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) aktiv ist. In den kommenden Jahren will man die Aktivitäten in diesem Bereich ausweiten, hieß es aus dem Unternehmen auf APA-Anfrage. Die Passage Linz sei das erste Center, welches man in Österreich erworben habe und es gebe „akutes Interesse“ weitere zu akquirieren.

Im Mittelpunkt beim Umbau werden der wachsende Service- und Entertainment-Bedarf stehen.  Verkaufsflächen sollen zum Showroom oder zu Servicepoints werden, die etwa auch von reinen Online-Händlern zur persönlichen Kontaktaufnahme mit den Kunden genutzt werden könnten. Dafür ist eine Generalsanierung des gesamten Gebäudes und die Vergrößerung der Verkaufsfläche notwendig.

Hälfte der Betriebe hat auf Nichtraucher umgestellt

Insgesamt hat rund die Hälfte der Gastronomie-Betriebe bereits auf Nichtraucher umgestellt und sieht durch die Gesetzesänderung keinerlei Probleme, geht aus einer aktuellen market-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben der WKÖ hervor. Fast ein Fünftel der Unternehmen kann aber keinen Gastgarten oder eine Terrasse als Raucherzone im Freien anbieten und muss die Gäste dann vor das Lokal auf die Straße schicken. Zehn Prozent davon glauben, dass das ein großes Problem wird. Besonders betroffen sind Nachtlokale und Clubs. Konkret werden massive Anrainerbeschwerden befürchtet. Da werde es eine vorverlegte Sperrstunde geben. Und das wiederum könnte einige Betriebe in den Konkurs treiben, warnt die WKÖ.  Auf jeden Fall schließen müssten die Shisha-Lokale, weil ihnen die Basis durch das Gesetz wegfällt. Denn sie machen 60 Prozent des Umsatzes mit Shishas und nur 40 Prozent mit Snacks und Getränken. Seitens der WKÖ glaubt man, dass das Gesetz mit der Bundesverfassung schwer vereinbar ist. Rechtliche Schritte dagegen seien aber nicht geplant, heißt es. Der oberste Souverän sei der Gesetzgeber und der habe mit großer Mehrheit entschieden.

Besucherrekord auf Wiener Märkten

Die Wiener Märkte erfreuen sich offenbar großer Beliebtheit: Eine aktuelle Frequenzzählung weist wöchentlich rund 358.000 Besucher an allen 17 Standorten und damit einen neuen Rekord aus. Das belege die positive Wirkung der neuen Marktordnung, interpretierte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) vergangene Woche die Zahlen. Der Besucherzuwachs liegt laut Sima bei zehn Prozent gegenüber der vorhergehenden Erhebung aus 2015. Und es gibt eine neue Nummer eins im Beliebtheits-Ranking: Der Brunnenmarkt in Ottakring hat mit 72.674 Bummlern den Naschmarkt als Nummer eins abgelöst. Letzterer liegt nur noch auf Platz drei mit 52.503 Besucher. Den zweiten Platz belegt mit 56.251 Personen pro Woche der bisherige Drittplatzierte, der Rochusmarkt im Bezirk Landstraße.

Förderung für Hotels mit hohem Auslands-Gästeanteil

Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) stellt Hotelbetrieben mit hohen Nächtigungsquoten ausländischer Gäste ab sofort günstige Finanzierungsmittel zur Verfügung. Begründet wird die „Exportinvest Hotel“ mit „der hohen Bedeutung des Tourismus für Österreich und der hohen Zahl der Ausländernächtigungen sowie der daraus resultierenden Exportquote“. Bei Hotels entspricht die Exportquote dem Anteil der Ausländerübernachtungen, wie die OeKB vergangene Woche in einer Aussendung mitteilte. Die „zinsgünstigen“ Finanzierungen würden für Investitionsvorhaben von mehr als zwei Millionen Euro gelten. Und sie seien eine ideale Ergänzung zu den Finanzierungsmöglichkeiten der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), die seit Frühjahr 2019 mehrheitlich im Eigentum der OeKB steht.

APA/red

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