Low Touch Tourism

Corona schafft neuen Trend zu kontaktarmem Urlaub
@ Pixabay

Vom Check-In bis zum Hotelaufenthalt werden Kontakte auf ein Minimum reduziert

Auf Reisen ist fĂŒr Menschen auch das Miteinander wichtig – doch nun ist alles anders: Reisende wollen heutzutage neben einem bequemen und stressfreien Trip vor allem Sicherheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Urlauber oder GeschĂ€ftsreisende handelt. In Zeiten der Pandemie bedeutet dies primĂ€r Schutz vor Infektionen und Krankheiten – Risiken gilt es zu minimieren. Zu den wichtigsten Regeln wĂ€hrend Corona zĂ€hlen der Abstand zu anderen Menschen und das Vermeiden von Kontakten. Auf diese Anforderungen und WĂŒnsche reagiert die Touristik. Vom Start zu Hause ĂŒber den Check-In am Flughafen bis hin zu Ankunft und zum Aufenthalt in der Destination: Heute ist „Low Touch Tourism“ als Gegenentwurf möglich. Der „berĂŒhrungsarme“ Urlaub lĂ€utet einen Wandel beim „klassischen“ Reisen ein.

Kontaktminimierung am Flughafen

Eine sorgenfreie Reise beginnt vor dem Abflug am Flughafen. Hier, wo normalerweise öfters GedrĂ€nge herrscht, spielen eine innovative technische Ausstattung zur Kontaktminimierung sowie digitale Verifikationsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle. Einer der Branchenpioniere beim Aufbau kontaktloser Serviceleistungen ist Emirates. Am Flughafen in Dubai reduziert die Airline die BerĂŒhrungspunkte und möglichen Kontaktfelder auf ein Minimum. Terminals fĂŒr Self-Check-in und Bag-Drop funktionieren berĂŒhrungslos. Mit Hilfe von Biometrie bewegen sich die Passagiere durch den Flughafen. Nach der Registrierung der FluggĂ€ste werden sie nach einem Foto beim Check-In durch Gesichtserkennung erfasst. Auf dem Weg zum Flugzeug erhalten sie nach der biometrischen Passkontrolle den kontaktlosen Zugang zur Lounge und fĂŒr das berĂŒhrungsfreie Boarding des Flugzeugs. An Bord ermöglicht die Emirates-App die Steuerung des individuellen Unterhaltungssystems. Auch das BlĂ€ttern durch die digitale MenĂŒkarte klappt mit dem eigenen Smartphone.

Vom Flugzeug zum Mietwagen

Nach dem Flug erfolgt am Zielflughafen der nĂ€chste Schritt innerhalb des Low Touch Tourism: Die kontaktlose Übernahme des Mietwagens. Vorreiter fĂŒr einen solch unbeschwerten Start an der Destination ist Sunny Cars. Auf den Balearen und den Kanaren nehmen die Kunden des Mietwagenbrokers ihre Fahrzeuge bequem in Empfang. Schlangestehen an Schalter oder Automat mit dem oft fehlenden Abstand zu anderen Kunden gehört der Vergangenheit an. Auch der Kampf mit dem Papierkram oder die Formalien rund um die Hinterlegung der Kaution sind passĂ©. Nach dem Online Check-In bis 48 Stunden vor Anmietung erhalten die Kunden nach Ankunft den Link zum Vertrag per SMS. Diesen unterschreiben sie direkt auf ihrem Smartphone. Im nĂ€chsten Schritt folgen Informationen zum Kennzeichen und zur Parkplatznummer des Fahrzeugs, in dem sich bereits der WagenschlĂŒssel befindet. Vom Flugzeug bis hinters Steuer des Mietwagens: Alles geschieht kontaktlos. „Mit dem Smartphone-Service wird die Customer Journey noch schneller und unkomplizierter“, erklĂ€rt Thorsten Lehmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter von Sunny Cars.

Forderung an die Anbieter

Anbieter sind mit dem Aufbau und der Entwicklung neuer IT-Konzepte gefordert. Nur so ermöglichen sie Urlaubern eine kontaktarme und sichere Reise. FĂŒr die Unternehmen gilt es, nach EinschĂ€tzung der Treugast Solutions Group, ihre Prozesse auf eine vollstĂ€ndige Digitalisierung umzustellen. Dazu gehören auch Automatisierung und Integration des Gastes in die Wertschöpfungskette. „In einigen Bereichen der Hotellerie ist dank einer passenden Digitalisierung ein kontaktloser Hotelbetrieb bereits heute möglich“, so Michael Lidl, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Partner Treugast Solutions Group. „GĂ€ste finden bereits erste geeignete Übernachtungsangebote, bei denen die Guest Journey ohne jeglichen physischen Mitarbeiterkontakt stattfindet. Auch im Gastronomiebereich befindet sich die Technologie bereits in den Kinderschuhen, um via Service-Roboter das Servieren, AbrĂ€umen oder NachfĂŒllen von Buffets kontaktlos zu ermöglichen.“

Das Handy als TĂŒröffner

Bei der Ankunft im Hotel erwartet den Gast ein schneller und unkomplizierter Check-In und Bezug des Zimmers. Die Flemings Hotels ermöglichen den Reisenden das digitale Einchecken auch bereits wĂ€hrend der Fahrt. Der digitale ZimmerschlĂŒssel wird auf das mit der Hotelbird-App ausgestattete Handy ĂŒberspielt – Anstehen und Wartezeiten an der Rezeption gehören der Vergangenheit an. GĂ€ste, die den Handyservice nicht möchten, nehmen den Check-In kontaktlos an der Rezeption oder an Automaten in der Lobby vor. FĂŒr die Öffnung der ZimmertĂŒr stehen mehrere Varianten zur VerfĂŒgung. Der Gast entscheidet zwischen dem digitalen SchlĂŒssel auf der App oder der an der Rezeption ausgegebenen SchlĂŒsselkarte. Die HotelgĂ€ste erhalten alle Buchungsdetails, auch der Check-Out ist vollstĂ€ndig kontaktfrei per App oder ĂŒber die Webseite möglich. Der Versand der Rechnung erfolgt ebenfalls auf elektronischem Weg.

Risikofreier Hotelaufenthalt

Die technischen Finessen der Hotels beschrĂ€nken sich aber nicht allein auf Check-In und Check-Out. Mit Hilfe von JEEVES, dem Service-Roboter von Robotise, ist auch ein risikofreier Aufenthalt fĂŒr Low Touch Tourism im Hotel möglich. Der rollende Roboter ersetzt die Minibars in den Zimmern. Er liefert die angefragten GetrĂ€nke und Snacks direkt an die ZimmertĂŒr und ist mit seinem großen Angebot eine bewegliche Maxibar. JEEVES bietet höchste Sicherheit fĂŒr die GĂ€ste, denn er ist mit einer Dyphox-Beschichtung ausgestattet. Sie verhindert ein Festsetzen von Bakterien, Viren oder Pilzen. Der hygienische und sichere Service schafft damit den bestmöglichen Schutz vor Infektionen. Außerdem unterstĂŒtzt JEEVES die Hotels beim derzeit bestehenden FachkrĂ€ftemangel.

Fincas

FĂŒr maximalen Abstand in den Ferien finden Urlauber im In- und Ausland ein breites Angebot an FerienhĂ€usern. Mallorca-Experte und Fincavermittler fincallorca kennt die BedĂŒrfnisse der Kunden nach entspanntem Urlaub abseits der Touristenzentren. Die Baleareninsel steht dieses Jahr wieder sehr hoch im Kurs bei Urlaubern. Die lĂ€ndlich gelegenen Fincas erfreuen sich wĂ€hrend der Pandemie auf der Insel besonderer PopularitĂ€t. Sie ermöglichen Social Distancing nicht nur bei der Unterkunft. Die FerienhĂ€user bieten auch beste Ausgangspunkte fĂŒr Radtouren oder Wanderungen abseits der stark besuchten Strandregionen. „Auf Mallorca legen die Tourismusverantwortlichen sehr viel Wert darauf, den Urlaubern bei ihrer Suche nach kontaktarmer Freizeitgestaltung zu helfen. Ein tolles Tool ist beispielsweise das Portal zur Strandbelegung,“ erklĂ€rt Benjamin Schleining, Product Manager bei fincallorca. „Hier sehen Sonnenhungrige auf einen Blick, wo gerade wenig los ist.“ RED

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