Wird Tourismusmesse ITB abgesagt?

Viele Aussteller dürfen bzw. wollen wegen des Corona-Ausbruchs gar nicht aufs Gelände.
© Messe Berlin

Der Krisenstab des deutschen Gesundheits- und des Innenministeriums will sich an diesem Freitag (28.2.2020) unter anderem mit den Auswirkungen des Corona-Ausbruchs auf die weltgrößte Tourismusmesse ITB in Berlin befassen. Abgewogen werden müssten Gesundheitsschutz und wirtschaftliche Interessen, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag (27.2.) in Berlin.

„Man muss beurteilen, wie viele Leute kommen da aus China und aus anderen Ländern, die da belastet sind“, so Seehofer. Die Experten müssten den Politikern dann Empfehlungen geben.

Die Messebetreiber hatten bereits mitgeteilt, dass Aussteller nicht auf das Messegelände dürften, die innerhalb der vergangenen 14 Tage in den jeweiligen Risikogebieten in China, Iran, Italien oder Südkorea waren, Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder Anzeichen typischer Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden haben.

Seehofer spricht sich für Absage aus

Seehofer selbst hat sich wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für eine Absage der ITB ausgesprochen. „Ich persönlich bin der Meinung, dass man sie nicht durchführen sollte“, sagte er gegenüber der „Wirtschaftswoche“. Das Risiko bei einer solch großen Tourismusmesse mit Vertretern auch aus betroffenen Regionen und mit erwarteten 150.000 Besuchern sei nicht kalkulierbar.

Eine feste Empfehlung des neuen Krisenstabs der deutschen Regierung zum Coronavirus könnte mit „durch höhere Gewalt“ begründet werden. Die endgültige Entscheidung liege dann beim Land Berlin, betont Seehofer.

Die ITB soll kommende Woche am Mittwoch (4.3.) beginnen und bis Sonntag (8.4.) dauern.

 

 

APA/dpa/red

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