Wiener Donaukanal startet in den Sommer

Die städtische Neugestaltung des Donaukanals setzt auf mehr Grün und konsumfreie Zonen.

04.04.2025 10:30
Redaktion
© Adobe
Donaukanal Promenade

Mit dem Frühling beginnt am Wiener Donaukanal traditionell die Sommersaison – im Jahr 2025 aber etwas anders als gewohnt. Während sich das rechte Ufer zwischen Salztor- und Marienbrücke im Umbau befindet, wartet die Lokalszene mit zahlreichen Neuerungen und frischen Konzepten auf. Trotz der städtischen Vorgabe, mehr konsumfreie Flächen zu schaffen und auf zusätzliche Gastronomie zu verzichten, zeigt sich die bestehende Gastro-Meile vitaler denn je.

Strandbar Herrmann

Die „Strandbar Herrmann“ bei der Urania zählt zu den Pionieren der Donaukanal-Szene. Heuer feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen – und präsentiert sich nach einer umfassenden Renovierung runderneuert. Schäden durch das Hochwasser im Vorjahr wurden behoben, neu ist auch das kulinarische Konzept: Burritos, Tacos und Quesadillas vom Foodtruck „W. A. Sanchez“ bringen mexikanisches Streetfood in den Herrmannpark.

Feuerdorf mit Sommersalon

Das Feuerdorf bleibt auch in der warmen Jahreszeit aktiv: Während im Winter die Feuerhütten dominieren, öffnen im Sommer die Schlumberger-Salettl-Bar sowie fünf Hütten, ergänzt um einen geplanten Gastgarten am Wasser. Damit etabliert sich das frühere Winterformat zur Ganzjahresdestination.

Muse: Kulinarik, Kunst & Cocktails

Das „Muse“ kombiniert Restaurant, Cocktailbar und Kunstgalerie und setzt auch 2025 auf kulinarisches Teilen in Form von Tapas. Neu sind Frühstücksangebote an Wochenenden und die Eröffnung einer zweiten Freiluftbar bei der Salztorbrücke. Events mit DJ-Sound begleiten das künstlerische Programm.

Grillen im Sommergarten

„Fräuleins fabelhafter Sommergarten“ lädt auch heuer wieder zum urbanen BBQ auf der Badeschiff-Vorfläche. Die Griller können online reserviert werden, Grillgut ist mitzubringen – Getränke gibt es vor Ort. Das Konzept verbindet Nachhaltigkeit mit geselligem Beisammensein.

Neu aufgestellt: Otto will Meer

Aus dem „Liebfisch“ im Otto-Wagner-Schützenhaus ist „Otto will Meer“ geworden – ein maritimes Konzept mit spanischem Einschlag. Im Parterre gibt es Fisch im Bistrostil, im Obergeschoß sorgt eine digitale Speisekarte für moderne Ordering-Erlebnisse in Jugendstilkulisse.

Dauerbrenner mit Neuerungen

Auch bekannte Lokale setzen neue Akzente:

  • Das Badeschiff bietet wieder seinen ikonischen Pool, dazu geräucherte Forelle, Bio-Hühnerkeule und vegetarische Optionen. Besonderer Fokus liegt auf Inklusion – Menschen mit Behinderung sind Teil des Teams.
  • Im Taste Garden finden ab Mai wieder wechselnde Pop-up-Konzepte statt – ein kulinarisches Sammelbecken für Foodies.
  • Das Neni am Wasser serviert israelisch-mediterrane Küche in Strandatmosphäre – Reservierungen sind weiterhin empfehlenswert.
  • Die Blumenwiese punktet mit internationaler Küche, Sandstrand und konsumfreier Zone.
  • Und im Klyo genießt man ganztägig Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick über den Kanal.

Zwischen Strandgefühl und Stadtraum

Die städtische Neugestaltung des Donaukanals setzt auf mehr Grün, konsumfreie Zonen und eine bessere Verbindung für Fußgänger, Radfahrer und Wasserwege. Währenddessen zeigt sich die Gastronomieszene anpassungsfähig. Wiens lebendigste Sommermeile bleibt auch 2025 ein Hotspot.

(red)

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen