Verwaiste Küche

Gastronomen schildern, wie sie ihren Betrieb durch die Stromschnellen steuern.
Adobe Stock

Montag, 16. März 2020, 15.00 Uhr: Ab jetzt laufen auch für Österreichs Gastronomie alle Uhren anders. Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind sämtliche Betriebe geschlossen. Die Branche zeigt wie die gesamte heimische Wirtschaft totale Schockstarre. Niemand konnte ernsthaft mit so einer Situation rechnen. Über Nacht existieren keine Einnahmen mehr, Ratlosigkeit, Existenzängste und Sorgen bilden jetzt das tägliche Brot. Der Schaden ist enorm, dokumentiert RegioPlan Consulting. Laut jener auf den Einzelhandel spezialisierten Strategieberatung hat der Gastrosektor im März täglich rund 63 Millionen Euro eingebüßt. Im April wird die Sache noch dramatischer, die Experten erwarten Verluste in einer Höhe von rund 67 Millionen Euro täglich. Der Hintergrund solcher Zahlen: Nächtigungen und Ausflugsfahrten befinden sich klarerweise im Sinkflug. Einen minimalen Lichtschein liefert immerhin der Gastro-Neustart Mitte Mai. Martin Mayerhofer, Experte des Beratungsunternehmens Kohl & Partner, sendet dennoch einige gedämpft positive Signale: „Die Nachfrage kommt wieder. Nach dem Winter und nach Corona wird das Bedürfnis steigen, mit Freunden und Bekannten Essen zu gehen. Dennoch wird das Virus deutliche Spuren hinterlassen. Als zusätzlicher Turbo in einem Markt, der bereits zuvor von einem wirtschaftlich sensiblen Zustand geprägt war. Damit zählt diese Branche gleichermaßen zur vulnerablen Gruppe.“

18 Gastgeber am Wort

FM stellte der heimischen Gastronomie fünf Fragen rund um die aktuelle Situation: 1. Wie mühevoll ist es für Sie, sich durch die Corona-Krise zu wurschteln? 2. Welche konkreten Maßnahmen haben Sie gesetzt? 3. Was glauben Sie – wird die bislang bekannt gemachte Unterstützung von Staat und Banken reichen? 4. Wie ergeht es Ihnen persönlich in dieser Situation? 5. Welche Botschaft haben Sie für die KollegInnen der Branche?

Lesen Sie die Antworten in unserer aktuellen FM-Ausgabe!

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