Ryanair: Wegen Risiken keine Prognose fürs laufende Jahr

Der Verlust im Geschäftsjahr 2021/22 wurde auf 355 Mio. Euro eingedämmt.
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Ryanair hält sich mit Prognosen zurück

Europas größte Billigfluggesellschaft Ryanair hält sich mit einer Prognose für das laufende Jahr zurück. Die Buchungen für den Sommer boomten zwar, die Nachfrage werde aber durch eine Reihe von Faktoren beeinträchtigt. Der um Sondereffekte bereinigte Nettoverlust von Ryanair für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 schrumpfte von gut einer Milliarde Euro im Vorjahr auf 355 Mio. Euro.

Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas höheren Verlust gerechnet. Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 4,8 Mrd. Euro. Die irische Fluggesellschaft bekräftigte ihr Ziel, im neuen Geschäftsjahr 165 Millionen Passagiere zu befördern.

Der Vorstandsvorsitzende Michael O’Leary hatte Ende März noch gesagt, dass er einen Gewinn von mindestens einer Milliarde Euro anstrebe. Nun heißt es, dass für das laufende Geschäftsjahr eine „angemessene“ Rentabilität angestrebt werde. Allerdings werde das Wachstum durch die Covid-19-Pandemie und Russlands Invasion in die Ukraine bedroht. Angesichts des anhaltenden Risikos negativer Nachrichten zu diesen beiden Themen sei es fast unmöglich, eine vernünftige oder genaue Gewinnprognose abzugeben.

Ryanair erwartet weiterhin einen starken Sommer, da die Reisebeschränkungen aufgehoben seien und dies die Menschen ermutige, wieder zu fliegen. Bezüglich der Preise zeigte sich das Unternehmen „vorsichtig optimistisch“. Diese dürften in der Hochsaison etwas über dem Niveau von 2019 liegen, auch wenn Preissenkungen einsetzten, um den Markt in diesem Quartal anzukurbeln.

 

apa

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