ÖHV: Direktbuchungen steigen

Hoteliers fühlen sich von Plattformen unter Druck gesetzt.
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Der Hotelaufenthalt wird immer häufiger direkt gebucht

Die direkte Buchung beim Hotelier gewann nicht zuletzt durch die Krise an Bedeutung. Knapp sieben von zehn Nächtigungen werden im Hotel gebucht. Am treuesten beweisen sich hier die Stammgäste. 30 Prozent buchen immer direkt, viele gleich beim Auschecken für den nächsten Urlaub. Insgesamt erfolgten 68,7 Prozent der Buchungen im vergangenen Jahr über direkte Kanäle wie Website, E-Mail oder Telefon. So die Ergebnisse einer aktuellen Hotel-Vertriebsstudie, die vom Schweizer Wirtschafts- und Tourismusforscher Roland Schegg im Auftrag des ÖHVdurchgeführt wurde.
Die Studie zeigt aber auch die Bedeutung der Plattformen auf. „Mehr als ein Drittel aller Buchungen wird in Echtzeit über Online-Kanäle wie OTAs, Booking Engine oder Social Media generiert. Den größten Anteil machen mit 18,9 Prozent nach wie vor die Plattformen aus“, erläutert Schegg. Da teilen sich drei Große den Markt: Platzhirsch ist booking.com mit einem Anteil von 78,5 Prozent. Dahinter reihen sich Expedia und HRS ein. Für den Kunden eine schnelle Buchung, für den Hotelier nicht immer lustig. Jedes zweite Hotel fühlt sich von den Riesen unter Druck gesetzt. „Da geht es um Stornobedingungen und Sonderrabatte, die den Hoteliers aufgezwungen werden und die der Betrieb freiwillig nicht anbieten würde“, konkretisiert ÖHV Generalsekretär Markus Gratzer.
Deutlich gestiegen dagegen seien die Buchungen über die eigene Website. „Seit 2019 haben sich die Echtzeitbuchungen über die Hotelwebsite auf 14 Prozent verdoppelt. Kein anderer einzelner Vertriebskanal ist in so kurzer Zeit so stark gewachsen“, verdeutlicht Schegg. Die Website wird neben Telefon und E-Mail zum wichtigsten Direktbuchungs-Tool. Reisebüros und Tourismusverbände machen 7,9 Prozent im Vertriebsmix aus.

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