Neue Strategie für Bio in Österreich

Die Agrarpolitik will gemeinsam mit Stakeholdern ein Konzept für das Beibehalten der Vorreiterrolle entwickeln.
© unsplash

Österreich gilt in der EU mit seinem Bioflächenanteil von 26 Prozent als Vorreiter.

Österreich gilt in der EU mit seinem Bioflächenanteil von 26 Prozent als Vorreiter. Zuletzt sank allerdings trotz eines steigenden Bioabsatzes die Wertschöpfung bei vielen Biobetrieben und der Bio-Anteil in der EU soll auch steigen, was den Marktdruck steigern könnte. Anhand einer fertigen Studie zum Biobereich will die Agrarpolitik nun gemeinsam mit allen Stakeholdern über den Sommer eine Bio-Strategie erarbeiten, um die Vorreiterrolle zu halten.

„Was die Bauern am meisten nervt, ist, dass die ständige ‚Aktionitis‘ mittlerweile auch für Bioprodukte einsetzt“, kritisierte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Josef Moosbrugger. „Biologisch zu wirtschaften, aber konventionelle Preise zu bekommen, bringt die österreichischen Bauern um. Daher muss hier mit einer gemeinsamen, klugen Strategie dagegengehalten werden.“

Dem Studienautor und Chef des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), Urs Niggli, zufolge geht es vor allem um eine stärkere Kooperation in der Verarbeitung und der Vermarktung im Inland. „Das wichtigste ist, die Wertschöpfungskette zu stärken.“ Die angekündigte EU-Biostrategie werde erstmals einen Bio-Binnenmarkt schaffen, den es zu nutzen gelte. Zudem gehöre der Bio-Absatz in Gemeinschaftsverpflegungen ausgebaut. „Das bietet ein riesiges Potenzial.“

 

PA/red

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