Markt für Fleischersatzprodukte boomt

Trotzdem noch immer 80-mal höhere Fleischproduktion
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Immer mehr Menschen versuchen auf Fleisch zu verzichten. Die Gründe sind dabei verschieden.

In Österreich leben laut Schätzungen der Veganen Gesellschaft Österreichs (VGÖ) rund 840.000 Vegetarierinnen und Vegetarier und 106.000 Veganerinnen und Veganer. Somit verzichten bereits fast eine Millionen Menschen hierzulande bereits auf den Konsum von Fleisch oder generell tierischen Produkten.

Auch in Deutschland boomen die tierleidfreien Alternativen. 2021 produzierten die Unternehmen im Nachbarland 97.900 Tonnen Fleischersatzprodukte und damit fast 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Betrachte man diese Zahlen im Vergleich zum Jahr 2019, erhöhte sich die Erzeugung sogar um 62,2 Prozent.

Der Wert der Fleischalternativen nahm im vergangenen Jahr um 22,2 Prozent auf 458,2 Millionen Euro zu. „Trotz dieses Anstiegs fällt der Wert von Fleischersatzprodukten im Vergleich zu Fleischprodukten verhältnismäßig gering aus“, betonten die Statistiker. Der Wert von in Deutschland produzierten Fleisch und Fleischerzeugnissen liegt bei 35,6 Milliarden Euro. Das entspricht dem 80-Fachen des Werts der Ersatzprodukte. Dennoch ist nun bereits das zweite Jahr in Folge ein Rückgang beim Wert der Fleischprodukte zu beobachten. 2021 betrug das Minus 7,8 Prozent.

Generell ist zu beobachten, dass in Deutschland immer weniger Fleisch verzehrt wird. Der Pro-Kopf-Verzehr lag nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im vergangenen Jahr bei 55,0 Kilogramm pro Kopf. Das bedeutet, im Vergleich zu 2011 ist ein Rückgang von zwölf Prozent zu verzeichnen, was wiederum den niedrigsten Wert seit Beginn der Berechnung im Jahr 1989 darstellt.

 

APA/ Red.

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