Kellogg’s scheitert mit Klage gegen neue Lebensmittelvorschriften

Britisches Gericht hält Kampagne der Regierung gegen Fettleibigkeit für zulässig
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Der US-Konzern Kellogg’s konnte sein Anliegen nicht vor Gericht durchbringen

Damit hätte der US-Konzern Kellogg’s wohl nicht gerechnet: Der Hersteller von Cornflakes und Smacks ist in Großbritannien mit einer Klage gegen neue Vorschriften für ungesunde Lebensmittel gescheitert.
Der Londoner High Court erklärte am Montag, eine Kampagne der britischen Regierung gegen Fettleibigkeit bei Kindern, ist zulässig. So sollen Supermärkte Produkte, die viel Zucker, Fett und Salz enthalten, bald nicht mehr an besonders sichtbaren Stellen wie Eingängen und Kassen platzieren dürfen.

Der US-Konzern Kellogg’s hatte sich vor Gericht dagegen gewehrt, dass seine Produkte als ungesund eingestuft werden. Bereits im April hatte der Cornflakes-Hersteller bei einer Anhörung die Formel zur Berechnung des Nährwerts von Frühstücksflocken kritisiert: Kellogg’s wollte erreichen, dass die Flocken nicht trocken, sondern zusammen mit der Milch bewertet werden. Allerdings steht das Unternehmen mit diesem Wunsch alleine dar, denn das Gericht stellte in seiner Entscheidung fest, dass kein Hersteller von Frühstücksflocken während der Konsultationsphase zu den neuen Vorschriften Einwände gegen die Methodik erhoben habe.

Mehr als die Hälfte der Kellogg’s-Produkte gelten künftig als ungesund

Der Richter Thomas Linden erklärte, es sei unstrittig, dass Frühstücksflocken Teil einer gesunden Ernährung sein könnten. Beinhaltet jedoch ein Produkt „zu viel Fett, Zucker oder Salz“, sei es für Kinder gesundheitsschädlich. Somit würden seinen Angaben zufolge gemäß der neuen Vorschriften mehr als die Hälfte der Kellogg’s-Produkte als ungesund eingestuft werden.

Die Regierung hält allerdings an der Kampagne fest und begrüßte die Gerichtsentscheidung. Sie betonte zudem, wie wichtig der Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit sei. In Großbritannien sei Fettleibigkeit die zweithäufigste Krebsursache und koste den staatlichen Gesundheitsdienst NHS „jedes Jahr Milliarden von Pfund“.

Kellogg’s rechne durch die neuen Vorschriften nach eigenen Angaben mit einem Gewinneinbruch von etwa fünf Millionen Pfund im Jahr, was etwa 5,8 Millionen Euro ausmacht.

 

APA/ Red.

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