Große Investition in ein Alm-Vital-Resort

Mit der Neuübernahme der Lifte und dem damit verbundenen Modernisierungs- und Investitionsschub soll der Winter- bzw. Skibetrieb auf der Hochrindl endgültig gesichert sein.
© Alfred Schreier/HNP

Hubert Reiner – Landwirt, Anrainer Annegret Zarre – Bgm. der Gemeinde Albeck, Thomas Seitlinger – GF HNP Hochrindl-Nockalm Projektentwicklungs GmbH, Mag. Alexandra Bresztowanszky – GF/Inhaberin SHL Hochrindl Lifte GmbH, Franz Nadrag DI Michael Reiner – Bgm. der Gemeinde Deutsch-Griffen Mag. Gerlinde Schnitzer-Zarre – GF Skischule Zarre, Obfrau Tourismusverband Hochrindl

Laut HNP Hochrindl-Nockalm Projektentwicklungs GmbH ist der Hochrindl wieder auf der Überholspur. Mit der Neuübernahme der Lifte und dem damit verbundenen Modernisierungs- und Investitionsschub werde der Winter- bzw. Skibetrieb auf der Hochrindl endgültig gesichert, heißt es in einer Aussendung. Diese geänderten Rahmenbedingungen würden völlig neue Chancen eröffnen und hätten das Interesse von Investoren geweckt.

Inzwischen seien Projekte auf dem Weg, u.a. „für ein lang ersehntes und dringend notwendiges Hotel mit dazu gehöriger Infrastruktur und entsprechender Bettenkapazität“. Der Oberösterreicher Thomas Seitlinger, Geschäftsführer der HNP Hochrindl-Nockalm Projektentwicklungs GmbH, hat Großes vor: „Ich habe selbst ein Haus auf der Hochrindl und war von Anfang an begeistert: einerseits von den Möglichkeiten und Chancen, die die Region nun bietet, andererseits davon, dass ein Fortbestand und die Weiterentwicklung des Tourismusgebietes Hochrindl in der Bevölkerung einen ungemein starken Rückhalt hat. Nicht umsonst haben z.B. hunderte Menschen aus der Umgebung mit mehr als 300.000 Euro das Crowdfunding-Projekt für ihre Hochrindl unterstützt“, hebt er hervor. HNP werde in den kommenden Jahren bis zu 50 Mio. Euro investieren.

Ein idyllisches Alm-Vital-Resort

Auf einer Fläche von verfügbaren 100.000 m2 entsteht auf vorerst 50.000 m2 ein familienfreundliches Chalet-Dorf mit einem Hotel als Leitbetrieb, entsprechender Infrastruktur wie Rezeption, Wellness und zentralen Buchungsmöglichkeiten. Es werden dabei ländliche Haustypen großzügig, bodenständig und regional-traditionell gebaut, idyllisch angelegt und sensibel in die Hochrindler Landschaft integriert, heißt es in der Aussendung. Seitlinger: „Im Unterschied zu vielen anderen Tourismusregionen, wo viele Betten auf engstem Raum geschaffen werden, wollen wir ein großzügiges Dorf mit Wohlfühl-Charakter entstehen lassen. Daher verwenden wir weitestgehend natürliche Baumaterialien aus der Region und arbeiten mit regionalen Lieferanten und Betrieben zusammen. Wir planen bis ins Detail mit äußerster Umsicht und Sensibilität für Umwelt und Natur, schließlich ist die Hochrindl ein wahres Alpenparadies, das seinen Charme und Charakter unbedingt behalten muss.“. Es solle ein Ort zum Wohlfühlen mit dem zentralen Thema „Regionalität“ sowie den Schwerpunkten Vital, Slow-Food, Geist, Körper, Gesundheit… werden.

Neu gestaltet werden auch die derzeitigen Parkflächen (u.a. Tiefgaragenplätze) samt Leitsystem. Der Spatenstich für das Projekt erfolgte bereits im April 2019. Die Rodungsarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Für das seit Jahren verfallende Hotel Ludwig bestehe ein verbindlicher Abrissbescheid, heißt es in der Aussendung weiter. Zeitgleich werde auch das alte Berghaus abgetragen, wodurch weitere Freizeit- und Betriebsflächen frei werden, die Teil des Gesamtkonzeptes sind. An der Stelle des Berghauses sind eine Panoramagastronomie mit direktem Zugang zum Lift, weitere 12 Chalets auf 6.500 m2, sowie Freizeitflächen beim Hotel Ludwig geplant.

Die Hochrindl auf der Überholspur / © Thomas Seitlinger/HNP

Wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Aspekte für die Hochrindl

Inzwischen hat die Betreiber-Suche begonnen. Erste Interessenten hätten sich inzwischen gemeldet, Entscheidungen würden aber erst Ende des Jahres getroffen – heißt es in der Aussendung. Seitlinger: „Die Tür ist nach wie vor offen, denn wir wollen uns bewusst Zeit lassen. Die Zusammenarbeit muss ja langfristig sein. Wir sind auch völlig offen dafür, ob es sich künftig um einen großen oder einen kleineren Betreiber handelt – Konzept und Chemie müssen stimmen.“

Nicht nur die ansässigen Betriebe seien in Aufbruchstimmung und erleichtert, dass die wirtschaftliche Zukunft der Hochrindl gesichert ist. Die Investitionen würden für die gesamte Region eine enorme wirtschaftliche Chance bieten. Mit dem Alm-Vital-Resort werde ein Konzept konsequent umgesetzt, das einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der Hochrindl neu definiert, andererseits stabile Ganzjahres-Arbeitsplätze in der Region schafft. Seitlinger: „Wir gehen davon aus, dass in der Endausbaustufe allein rund um das Resort bis zu 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die vor allem der regionalen Bevölkerung zugutekommen. Nicht zuletzt wird durch das Resort auch die regionale Wirtschaft – von den heimischen Produzenten, Lieferbetrieben bis hin zu den bäuerlichen Vermarktern profitieren.“

PA/red

 

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