Gastronomie will „Worst Case“-Öffnungsdatum

WKÖ-Spitze fordert Perspektive für geschlossene Betriebe.
© Pixabay

Die Regierung hat am Montag weitere Öffnungsschritte offengelassen. Für die Gastronomie sehr unbefriedigend. „Wir brauchen eine Perspektive mit einem Öffnungsdatum“ sagte Gastro-Obmann Mario Pulker zur APA. Wenigstens ein „Worst Case“-Szenario, also das späteste Öffnungsdatum im schlimmsten Fall, sollte feststehen. „Das kann man schon von der Regierung verlangen“, so Pulker.

Dann könnte sich die Branche darauf einstellen, bis wann die Durststrecke dauern könnte. Abgesehen davon bereite der Branche Sorge, dass das Arbeitsmarktservice zunehmend Mitarbeiter auf andere Berufe umschule, sagte Pulker. Die Behaltefrist laufe aus und Mitarbeiter in Kurzarbeit kündigen, weil sie keine Perspektive mehr in der Gastronomie oder auch der Hotellerie sähen. Dabei gebe es ohnehin einen Facharbeitermangel in der Branche.

„Außerdem werden wir unbedingt noch weiter Unterstützung brauchen, weil sonst wird das die Branche nicht überleben“, stellte Pulker klar. Der vergünstigte Mehrwertsteuersatz von 5 Prozent müsse auch nächstes Jahr noch gelten. Auch die Umsatzersätze müssten verlängert werden, auch für das 13. und 14. Gehalt.

Auch wenn die Forderungen andere sind, war Pulker von der heutigen Ankündigung der Regierung, die keine konkreten Öffnungen in Aussicht gestellt hat, nicht überrascht. „Wir sind ja nicht weltfremd“, so Pulker. Man sehe ja die steigenden Infektionszahlen und Auslastung der Krankenhausbetten. Aber es gebe viel Unverständnis in der Branche, warum man trotz Sicherheitskonzepten nicht aufsperren dürfe, während sich Menschen Essen für große Gruppen nach Hause bestellen oder gemeinsam einkaufen gehen. „Man wird in Vorarlberg sehen, dass wir nicht die Infektionstreiber sind“, erwartet Pulker.

 

APA/Red.

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