Flughafen Wien: Mehr Passagiere, bessere Prognosen

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Die Passagierzahlen waren im vergangenen Mai fünfmal so hoch wie im Vergleichszeitraum 2021 – der Flughafen Wien rechnet mit mehr Umsatz als bisher angenommen

Die schrittweise Erholung der Reisebranche ist aktuell deutlich zu spüren. So kann sich auch die Flughafen-Wien-Gruppe über steigende Zahlen freuen – und zwar sowohl bei den Passagierzahlen, als auch beim Umsatz. Wie der Airportbetreiber am heutigen Dienstag mitteilte, waren die Passagierzahlen im Mai am Standort Wien-Schwechat mit 2,1 Millionen mehr als fünfmal so hoch wie im Mai des Vorjahres. Ähnlich verhält es sich bei den Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice, wo im Mai rund 2,7 Millionen Reisende abgefertigt wurden. Das Passagieraufkommen war aber dennoch um mehr als ein Viertel niedriger als vor der Coronapandemie im Mai 2019.

Aufgrund der verbesserten Passagierentwicklung schraubte die Flughafen-Wien-Gruppe am gestrigen Abend auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben. Für 2022 erwartet der Airportbetreiber nun einen Umsatz von rund 640 Mio. Euro (bisher 560 Mio. Euro), und einen Jahresgewinn von zumindest 80 Mio. Euro (bisher 20 Mio. Euro). Dabei wird erwartet, dass der Flughafen Wien-Schwechat im laufenden Jahr insgesamt rund 22 Millionen Reisende abfertigen wird. Inklusiver der Auslandsbeteiligungen an den Flughäfen Malta und Kosice wird mit rund 28 Millionen Passagieren gerechnet.

Australischer Fond IFM muss Pflichtangebot legen

Für Aufsehen sorgte am vergangenen Montag auch ein Pflichtangebot für alle FlughafenWien-Aktien. Der australische Fonds IFM, der bisher schon knapp unter 40 Prozent am Flughafen Wien gehalten hat, hat durch Zukäufe am Markt seine Beteiligung auf über 40 Prozent aufgestockt und muss daher ein Pflichtangebot legen. IFM bietet 33 Euro je Aktie, das entspricht einer Prämie von 25,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des letzten Handelstages vor der Ankündigung. Der Kurs der FlughafenWien-Aktie sprang am Montag um 24 Prozent auf 32,60 Euro. Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten je 20 Prozent am Flughafen, die Mitarbeiterstiftung weitere 10 Prozent. Auf APA-Anfrage bekräftigten sowohl das Land Niederösterreich als auch die Stadt Wien, die über einen Syndikatsvertrag aneinander gebunden sind, dass sie nicht beabsichtigen, Anteile am Flughafen Wien abzugeben.

APA/Red.

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