Ein trauriges Bild

Lokalaugenschein klagt.
© Christian W. Mucha

Cannes, die Stadt an der CĂŽte d’Azur, prĂ€chtig, fashionable, fĂŒr die Reichen und Schönen gemacht, bietet ein trauriges Bild: Geschlossene GeschĂ€fte, viele Unternehmen sind bereits bankrott, ausgestorben und keine Touristen nach einer wahrhaftigen Saison des Schreckens.
Dazu vor vier Tagen ein verheerender Gewittersturm, der die gesamte KĂŒstenlinie lahmlegte, die StĂ€nde verwĂŒstete und diverse BeschĂ€digungen an den Strandlokalen auslöste. Im benachbarten Nizza versanken Fahrzeuge im Schlamm, mehrere Menschen starben.
Bei dem Lokalaugenschein vor dem Hotel Carlton (InterContinental), das vor zwei Jahren von einer Investorenruppe aus Katar, der Qatar investment group, gekauft wurde, stoßen wir auf eine Versammlung aufgebrachter Hotelmitarbeiter. Bis zum August war das Carlton geschlossen. Am 21. September verfĂŒgte der EigentĂŒmer die erneute Schließung. Bis JĂ€nner wird das Hotel leer stehen. Der GeneralsekretĂ€r der Hotellerie Assoziation erklĂ€rt uns, dass es ein bindendes Versprechen beim Kauf der EigentĂŒmer aus Katar gab, das Hotel zu renovieren. Doch bis dato wurden keine Zimmer renoviert, nur 35 Prozent der RĂ€ume stehen zur Vermietung zur VerfĂŒgung. Die Belegschaft befĂŒrchtet, dass das das Ende ihres geliebten und berĂŒhmten Carlton ist. In der Hoteldirektion gibt man sich ratlos: Die GeschĂ€ftsleitung verlautete, man wisse nichts Genaueres, habe keine weiteren Informationen.
Fazit: Ein trauriges Bild, das Cannes diese Tage abgibt – Covid zeigt seine Wirkung hier, wie ĂŒberall sonst auf dieser Welt, an den PlĂ€tzen der Reichen, Fashionablen und Eleganten

 
Christian W. Mucha

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