Die Aufteilung der Welt

Der Kampf um Marktanteile, Auslastung und Rendite der großen Hotelketten tobt im Hintergrund.
© Hyatt Zilara Cacun

Was haben Wilmington im US-amerikanischen Delaware, San Francisco, Kairo, Dublin und Madrid gemeinsam? In diesen Städten wurde in den sieben Tagen vom 2. bis zum 8. Oktober 2019 je ein Hyatt-Hotel eröffnet bzw. angekündigt. 

Der Immobilienmarkt ist zyklisch – auch bei Hotels. Während 2010 die Reiseaktivitäten im Tourismus plötzlich einbrachen, was Hilton Hotels beinahe in den Ruin getrieben hatte, so ist es aktuell wichtig, Zimmer und Betten verfügbar zu haben und etwaige Schlachten auf später zu verschieben. Oder anderen zu überlassen. In Hamburg etwa wird am Ende dieses Jahres die Anzahl der Hotelbetten um mindestens weitere 4.000 gestiegen sein. Ein Plus von 5,8 Prozent. Die größten Hotelketten haben ihre Stärken und Schwächen analysiert und davon ihre Strategien und Taktiken abgeleitet, mit denen sie sowohl die Ernte einfahren als auch künftigen Turbulenzen begegnen wollen.

Beständige Werte

Die Intercontinental Hotel Group (IHG) setzt auf das Luxus-Segment und die globale Ausdehnung. Unter den weltgrößten Hotelketten auf Rang 4 hat IHG zu Beginn dieses Jahres den Kauf der Luxushotels von Six Senses für 300 Millionen US-Dollar (ca. 271 Millionen Euro) vom Private Equity Funds Pegasus Capitol Advisors bekannt gegeben. Dabei soll die gut entwickelte Marke in das Portfolio der Gruppe integriert und in Folge weiter ausgebaut werden. Der Kauf beinhaltet das Management von 16 Resorts und Hotels, von 37 Spas sowie der zu Six Senses gehörenden Unternehmen Evason und Raison d’Etre. Für die nächsten zehn Jahre sollen weitere 60 Hotels zur Marke dazukommen. Bis Anfang 2020 sind bereits einige Eröffnungen geplant. Darunter ein Resort auf der Privatinsel Krabey in Kambodscha sowie das erste Hotel der Gruppe in Nordamerika, die als Twin Towers angelegte Anlage in West Chelsea in Manhattan, New York. 

Auch in Österreich wird ein Six Senses starten: das Kitzbühel Alps. Dabei handelt es sich aber weniger um ein Resort als vielmehr um das erste nachhaltige und alpine Tourismusdorf. Architekt Alberto Priolo und die Innenarchitekten Martin Brudnizki und die MBDS Studios haben laut Eigenaussage eine dramatische Atmosphäre geschaffen. Der Spatenstich erfolgte Ende September, fertiggestellt werden soll das Mammutprojekt 2022. Die ersten Chalets und Wohnungen sollen jedoch bereits für die Wintersaison 2021/2022 vergeben werden.

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