Britische Behörden machen wegen Flugchaos Druck auf Airlines

Notfalls Vollstreckungsmaßnahmen, falls Reisende weiter ernsthafte Probleme hätten
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Die Behörden mahnten die Unternehmen, sie müssten Kunden unterstützen, deren Flüge annulliert würden

Die britischen Aufseher für Wettbewerb und Luftfahrt haben Airlines ein härteres Vorgehen angedroht, sollte es im Sommer zu weiterem Flugchaos und Streichungen kommen. Zuletzt herrschte oft Chaos auf britischen Flughäfen.

„Wir sind besorgt, dass die Verbraucher erheblichen Schaden erleiden könnten, wenn die Fluggesellschaften nicht ihren Verpflichtungen nachkommen und die Flugunterbrechungen während des Sommers und darüber hinaus auf ein Minimum reduzieren“, erklärten die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) und die Zivilluftfahrtbehörde (CAA) in einem offenen Brief an die Airlines. Einige Fluglinien würden womöglich nicht alles tun, um „schädliche Praktiken“ zu vermeiden. Dazu zählten etwa der Verkauf von mehr Flugtickets, als sie vernünftigerweise anbieten können, und das Versäumnis, die Kunden klar zu informieren – etwa über das Risiko von Annullierungen.

Die Behörden mahnten die Unternehmen, sie müssten Kunden unterstützen, deren Flüge annulliert würden. Wichtig sei, Alternativrouten anzubieten, für eine effektive Kommunikation zu sorgen und Erstattungen umgehend auszuzahlen. Die Regulierer betonten, man werde die Entwicklung genau beobachten und notfalls Vollstreckungsmaßnahmen in Betracht ziehen, falls die Reisenden weiter ernsthafte Probleme hätten.

Die CMA und CAA nannten in ihrem Schreiben keine Namen, räumten aber ein, dass einige Fluggesellschaften ihre Kunden besser über Annullierungen informiert hätten als andere.

Europaweit kommt es an Flughäfen derzeit zu teilweise chaotischen Zuständen mit langen Warteschlangen, Verzögerungen und Tausenden Flugstreichungen. Grund ist vor allem der Personalmangel – bei Bodendienstleistern, aber auch in der gesamten Luftfahrt. Die Branche hat eingeräumt, in der Viruspandemie zu viel gespart und zu ehrgeizige Flugprogramme für den Sommer geplant zu haben.

 

APA/Red.

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