Vorhang auf für die Österreichische Hotelvereinigung
Die ÖHV positioniert sich als Interessenvertretung und Service-Organisation für ihre Mitgliedsbetriebe.

Die Umbenennung von Österreichische Hoteliervereinigung zu Österreichische Hotelvereinigung ist mehr als nur eine sprachliche Anpassung – sie signalisiert eine strategische Neuausrichtung der Organisation. Der zentrale Punkt dabei ist die Erweiterung des Fokus: Statt ausschließlich die Hoteliers (also die Eigentümer von Hotels) als primäre Zielgruppe zu adressieren, möchte die ÖHV mit ihrem neuen Namen deutlich machen, dass sie die gesamte Hotelbranche – von Führungskräften bis hin zu Mitarbeitenden in den Betrieben – stärker einbinden will.
„Die ÖHV versteht sich schon seit langem als Interessenvertretung und Service-Organisation für ihre Mitgliedsbetriebe. Wir haben ein umfassendes Angebot für das komplette Unternehmen“, erklärt Präsident Walter Veit die Umbenennung von „Österreichische Hoteliervereinigung“ auf „Österreichische Hotelvereinigung“. Auf den ersten Blick ändern sich nur drei Buchstaben, doch dahinter steckt weit mehr: „Es ist eine komplette Neuausrichtung, die wir schon lange leben. Die Umbenennung ist der letzte von sehr vielen Schritten, die wir aus Überzeugung gehen.“
Die Kernbotschaft der Neuausrichtung:
- Breitere Zielgruppe
Die ÖHV bietet bereits seit Jahren Programme für Fach- und Führungskräfte in der Hotellerie an, darunter auch Aus- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende. Mit dem neuen Namen wird klargestellt, dass sich die Vereinigung nicht nur an Unternehmer:innen, sondern an alle, die in der Branche tätig sind, richtet. - Mehr als eine reine Interessenvertretung der Eigentümer
Die ÖHV war bislang primär als wirtschaftspolitische Interessenvertretung für Hoteliers bekannt. Durch den Namenswechsel unterstreicht sie, dass sie nicht nur Lobbyarbeit für Eigentümer, sondern auch eine Plattform für die gesamte Branche sein will – mit Fokus auf Weiterbildung, Netzwerkbildung und Innovation. - Modernisierung & Zukunftsorientierung
Der Begriff Hotelier klingt traditionell und auf Eigentümerschaft bezogen. Hotelvereinigung hingegen öffnet die Tür für eine breitere, modernere Interpretation des Begriffs: Es geht um die gesamte Branche, um Trends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Employer Branding – Themen, die nicht nur Eigentümer:innen, sondern auch Führungskräfte und Fachkräfte in den Hotels betreffen. - Inklusive und genderneutrale Sprache als Nebeneffekt
Während dies nicht als Hauptgrund genannt wird, könnte die Abkehr vom Begriff Hotelier auch einen bewussten Schritt in Richtung genderneutrale Sprache darstellen. Der neue Name vermeidet eine maskuline Endung und spricht geschlechtsübergreifend alle Hotelbetreibenden und -angestellten an.
Strategische Weiterentwicklung
Der Namenswechsel soll signalisieren, dass die ÖHV sich nicht nur als Lobbyorganisation für Hotelbesitzer versteht, sondern als eine umfassende Branchenvertretung für alle, die im Hotelwesen arbeiten. Die Neuausrichtung ist somit eine strategische Weiterentwicklung, um sich als relevanter Partner für alle Stakeholder der Branche zu positionieren – und nicht zuletzt auch, um für Nachwuchskräfte und Mitarbeitende attraktiver zu werden.
(PA/red)