Transgourmet erwirtschaftet im Vorjahr Rekordumsatz
Personalmangel in der Gastrobranche verstärkte unter anderem den Bedarf an Halbfertiggerichten.
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Für den Gastronomie-Großhändler Transgourmet war der Tisch 2024 gut gedeckt. Mit 896 Mio. Euro wurde laut Eigenangaben ein Rekordumsatz erwirtschaftet, im Vergleich zu 2023 legte der Erlös um 2,7 Prozent zu. Die Zahl der Beschäftigten stieg um fünf Prozent auf 2.298, mittlerweile werden bundesweit 16 Standorte betrieben. Besonders gut gelaufen ist das Bio-Segment mit einem Umsatzplus von 12 Prozent, so Transgourmet am Mittwoch.
Ebenfalls zufrieden zeigten sich die Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck mit den Eigenmarken im unteren Preissegment, hier habe der Zuwachs zehn Prozent betragen. Umsatzbringer war auch der heiße Sommer, bei alkoholfreien Getränken wurde ein Plus von 17 Prozent registriert. Sieben von zehn Euro habe Transgourmet im Zustellgeschäft verdient. Die verbliebenen 30 Prozent seien in den Abholmärkten erlöst worden. Diese würden sich stark in Richtung „Erlebnis-Marktplatz“ entwickeln.
Hohe Inflation lässt Einkäufer sparen
Die Gastronomie- und Hotellerie-Branche unterliegt starken Veränderungen unterliegt, betonten Panholzer und Hayböck. „So gibt es ein ‚gleichberechtigtes Nebeneinander‘ von Systemgastronomie und preisgünstiger Außer-Haus-Verpflegung einerseits sowie einen Aufschwung bei Spitzenlokalen und Top-Hotels im Fünf-Stern-Plus Bereich andererseits. Dieser neuen Realität müssen wir uns stellen“, so die beiden Geschäftsführer.
Bedingt durch Preissteigerungen und Inflation spüre Transgourmet in allen Warengruppen die Wechselbereitschaft hin in Richtung günstigere Produkte. Der zweite große Trend seien Halbfertiggerichte. Dies sei auf den anhaltenden Personalmangel in der Gastrobranche zurückzuführen. Panholzer rechnet vor: „Laut AMS waren im Jahresdurchschnitt 2024 in ganz Österreich 4.314 Stellen für Köchinnen/Köche und Küchengehilfinnen unbesetzt.“
Neues Verteillager in Graz
In das heurige Jahr ist Transgourmet mit einer Bauoffensive in Graz gestartet. Dort entsteht auf mehr als 14.000 Quadratmetern das „Transgourmet Zentrallager Graz“. Ab März 2025 soll es zum zentralen Verteil-Hub für Obst und Gemüse sowie Teile des Trockensortiments für die Transgourmet und Cash&Carry Standorte werden.
(APA)
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