„Wir sind keine Bittsteller“

Vorarlbergs Gastronomie durfte – unter strengen Auflagen - mit 15. März öffnen. Was hat dieser Schritt gebracht?
pansi.at

Mike Pansi, Spitzenkoch und Branchensprecher

Als Modellregion und einziges Bundesland durfte Vorarlberg wegen konstant niedriger Infektionszahlen die Lokale sowohl outdoor als auch indoor öffnen. Flankiert werden die Öffnungsschritte von strengen Maßnahmen: Wer ein Kaffeehaus oder ein Restaurant besuchen will, muss einen negativen Antigen-Test vorzeigen, es gilt die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz und am Tisch selbst sind maximal vier Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt. Sitzt man am Tisch, muss man sich mit einem QR-Code registrieren.

Mit dem 15. März hatte gerade einmal jeder Dritte der 1.811 Gastronomiebetriebe geöffnet. Das Hauptproblem ist die Sperrstunde um 20 Uhr. Denn das Gastro-Geschäft findet bekanntermaßen zu einem nicht unbeträchtlichen Teil abends statt.

Mike Pansi, Spitzenkoch, VKÖ-Präsident und Gastro-Spartenobmann in Vorarlberg zu FM: „Gemäß Rückmeldungen aus den Betrieben sind im urbanen Bereich aktuell etwa 67 Prozent offen. Je ländlicher es wird, desto weniger haben offen.“ Der Großteil der Unternehmen und der Gäste würde sich „vorbildlich“ an die Regeln halten: „Wir freuen uns über jeden Betrieb, der öffnet“, so Pansi. Die Rahmenbedingungen seien freilich nach wie vor alles andere als optimal. Weniger Platz bedeute auch weniger Umsatz: „Und gerade der Umsatz wäre jetzt so wichtig. Wir sind keine Bittsteller. Wir wollen arbeiten.“

Was hat der Schritt nun tatsächlich gebracht? „Wir erhalten sehr viele positive Reaktionen“, so Pansi. Unisono werde von „wiedererlangter Freiheit“ gesprochen. Die Gastroöffnung habe in jedem Fall für eine deutlich bessere Stimmung gesorgt.

 

 

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