Winterkonzept: Regierung lässt viele Fragen ofden

ÖHV-Gratzer: Viele Betriebe in der Stadthotellerie vor Schließung.
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Das von der Regierung am Donnerstag (24.9.)  präsentierte Konzept für den Wintertourismus sei zwar positiv, aber „schnell analysiert“, sagt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Christian Gratzer. Viele wichtige Fragen seien nämlich unbeantwortet geblieben, sagen die Hoteliers und wünschen sich etwa Hilfen für Stadt- und Kongresshotels oder Schadenersatz für Einnahmenausfälle durch vorverlegte Sperrstunden.

„Winter is coming, viele Betriebe in der Stadthotellerie stehen vor der Schließung“, warnte Gratzer in einem „ÖHV-Politikbrief zum Corona-Winter“.

Als Akutmaßnahme wünscht sich die Hotelbranche eine rasche Notifizierung und Verlängerung des Fixkostenzuschusses II (FKZ II) sowie eine Beantragung zeitlich unabhängig vom FKZ I. Für Corona-Schnelltests sollte es Förderungen geben und für Einnahmenausfälle nach falschen Testergebnissen einen Anspruch auf Schadenersatz. Für Mitarbeiter in Quarantäne sollten die Unternehmen bereits ab dem ersten Tag einen Kostenersatz bekommen, so die ÖHV. Für Unternehmen, deren Geschäftsmodell ohne Apres-Ski nicht funktioniert, werden Überbrückungshilfen gefordert.

Zur finanziellen Absicherung der Betriebe sollten die zinslosen Stundungen der öffentlichen Hand ausgedehnt werden, heißt es im Forderungskatalog weiter. Für größere Arbeitgeber sollte es ein Kreditmoratorium geben. Steuern und Abgaben auf Arbeit sollten gesenkt und die Saisonnier-Kontingente beibehalten werden – so die bei weitem noch nicht vollständige Liste der ÖHV-Forderungen.

 

APA/Red

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