Wiener Cafetier Querfeld geklagt

Die Familie Querfeld, Betreiber der berühmten Kaffeehäuser „Landtmann“ und „Mozart“, wurde wegen ausstehender Mietzahlungen während der Pandemie geklagt.
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Gleich zwei Vermieter, nämlich eine zur Privatstiftung des verstorbenen Immobilientycoons Karl Wlaschek (Café Landtmann) gehörende Immobiliengesellschaft und die Alta Vista Stiftung, haben -wie das Wirtschaftsmagazin trend online (www.trend.at) berichtet -die Familie Querfeld auf mehrere hunderttausend Euro Miete geklagt. Firmenchef Berndt Querfeld sieht das als direkten Angriff auf die Wiener Kaffeehauskultur und verweist auf die geltende Gesetzeslage, die für den Fall der Unbenützbarkeit des Mietobjekts infolge einer Pandemie einen Anspruch des Mieters auf Mietzinsentfall vorsieht.

Er lässt sich vor Gericht vom bekannten Immobilienrechtsspezialisten Alfred Nemetschke vertreten. „Das Argument der Vermieter, dass die Pandemie die Nutzbarkeit von Cafés nicht einschränkt, ist fast eine Form der Corona-Leugnung. Diese gesamte Vorgehensweise ist sehr befremdlich“, meint Querfeld, dessen Familie insgesamt zwölf Lokale in Wien betreibt.

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Fehlende Gesprächsbereitschaft

Bereits in einem früheren Interview mit dem „trend“ (Ausgabe 45/20) hat Querfeld auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass die Immobilienbesitzer den Gastronomen in der Krise entgegen kommen müssen. Was Querfeld besonders wurmt: mehrfache Angebote seinerseits zur gütlichen Einigung der Causa oder einer Mediation seien von den Vermietern nicht angenommen worden. „Im Café Landtmann haben wir 44 Jahre lang immer pünktlich unsere Miete gezahlt – und jetzt das.“

2019 lag der Umsatz der Querfeld-Betriebe noch bei knapp 40 Millionen Euro.

19. 1. 2021 / gab / ots
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