Weitere Flugstreichungen bei Eurowings

Dienstag und Mittwoch fielen rund 40 Flüge von täglich rund 500 aus
© Pixabay

Die Airline Eurowings muss aufgrund von Personalengpässen weitere Flüge streichen

Wer heuer Sommerurlaub machen möchte, muss starke Nerven beweisen. Immer wieder kommt es zu Flugstreichungen oder Verschiebungen aufgrund des massiven Personalmangels, der mit der Corona-Pandemie Einzug hielt.

So musste die Lufthansa-Tochter Eurowings noch mehr Flüge als bisher angekündigt streichen, da auch sie von Personalengpässen beim Bodenpersonal an Flughäfen betroffen ist. Zusätzliche Probleme entstehen durch vermehrte Ausfällen aufgrund von Krankheiten unter der Crew, weswegen in den kommenden Tagen kurzfristig weitere Flüge aus dem System genommen werden, erklärte die Airline am Dienstag.

Dem Ferienflieger machen derzeit vor allem die steigenden Zahlen von Corona-Erkrankungen des Flugpersonals zu schaffen. Die Ausfälle überträfen die Personalreserven. Daher fielen am Dienstag und Mittwoch rund 40 Flüge von täglich rund 500 aus, ergänzte ein Eurowings-Sprecher. Betroffen seien vor allem die beiden größten Abflugsorte Düsseldorf und Köln-Bonn. „Wir gehen davon aus, die Lage dadurch bis Ende Juni stabilisieren zu können“, heißt es seitens der Airline.

Eurowings schlägt damit in die selbe Kerbe wie Lufthansa oder Easyjet, die Flüge absagen, um Chaos zur Hauptreisezeit zu verhindern. Kürzlich hieß es, Eurowings werde hunderte Flüge in Deutschland und Europa im Juli streichen. Die Nachfrageerholung im Luftverkehr halte nach dem massiven Stellenschwund in den vergangenen zwei Jahren Coronakrise beim Personalaufbau nicht Schritt, wodurch es zu Engpässen beim Check-In, Sicherheitskontrollen und Gepäckabfertigung käme.

Die nächste Zerreißprobe steht mit Beginn der Sommerferien im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende bevor. Daher arbeiten die deutsche Regierung und Luftfahrtverbände an Gegenmaßnahmen. So soll die Sicherheitsfreigabe für Flughafenbeschäftigte beschleunigt oder ausgebildetes Personal aus der Türkei angeheuert werden. „Der akute Personalmangel ist selbstverschuldet“, erklärte der Chef der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Stefan Herth. Die Unternehmen hätten die Pandemie als Vorwand genutzt, Stellen abzubauen und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Nun habe die Branche insgesamt für Arbeitnehmer an Attraktivität verloren. Die VC forderte eine konzentrierte Aktion, an der neben Politik und Unternehmen auch die Gewerkschaften beteiligt werden, um die Probleme anzugehen.

 

APA/ Red.

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