Vorarlberg: Gastro-Branche demonstrierte mit Sarg

350 Gastronomen und Mitarbeiter machten auf ihre schwierige Lage aufmerksam.
© Pixabay

Rund 350 Gastronomen und ihre Mitarbeiter haben am Donnerstagnachmittag (29.10.) in Bregenz mit einem „Trauermarsch“ gegen die wirtschaftlichen Folgeschäden der Pandemie-Maßnahmen demonstriert. Der Unmut der Demonstranten richtete sich nicht gegen die Pandemie-Bekämpfung an sich, allerdings fühlte sich die Branche zu Unrecht stark beschnitten. „Wir sind nicht das Problem“, betonte Organisator Gabriel Venturiello bei seinem Dialog mit Landesrat Christian Gantner (ÖVP).

Der Demo-Zug startete am Hafen und führte die Teilnehmer, die durchwegs Masken trugen, zum Vorplatz des Landhauses. An der Spitze des Zuges wurden ein Trauerkranz und ein Sarg getragen, auf Tafeln wurde verdeutlicht , wie viele Arbeitsplätze in den Gastronomie-Unternehmen bereits verloren gegangen sind. Als Musik-Untermalung wählten die Organisatoren – zum Thema passend – Elton Johns „Candle in the Wind“ oder auch „The Show Must Go On“ von Queen.

Auf dem Landhaus-Vorplatz übergab Venturiello einen Forderungskatalog an Gantner. Er unterstrich dabei, dass es darum gehe, gemeinsam mit der Gastronomie Lösungen zu suchen. Die Arbeitsplätze tausender Menschen stünden auf dem Spiel. Gantner zeigte Verständnis für die schwierige Situation und versprach, „im Gespräch zu bleiben“. Nicht alle Teilnehmer hießen die Antwort des Landesrats gut. Es fielen Zwischenrufe wie „Hör‘ auf zu lügen!“ oder „Schluss mit den Ausreden!“.

 

APA/Red

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