Vom Meer zum Berg: Leitner baut Seilbahn in Montenegro

3,9 Kilometer lange Struktur wird die Stadt Kotor mit dem Lovćen Nationalpark verbinden
©unsplash

Die Stadt Kotor in Montenegro bekommt eine neue Seilbahn

Der Südtiroler Seilbahnhersteller Leitner mit Sitz in Sterzing startet mit dem Bau einer spektakulären Seilbahn im Herzen Montenegros. Über eine Strecke von 3,9 Kilometern und 1.316 Höhenmeter wird die Anlage die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Stadt Kotor mit dem Lovćen Nationalpark verbinden, hieß es am Mittwoch von Seiten des Unternehmens. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2023 abgeschlossen ein. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 24,2 Mio. Euro.

Die Seilbahn startet in der Ortschaft Dub innerhalb der Küstengemeinde Kotor. Nach einer Fahrt über 3,9 Kilometer erreicht die Bahn die Ortschaft Kuk auf dem Berg Lovćen in 1.348 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.

Die erwartete Beförderungskapazität beträgt 1.200 Passagiere pro Stunde, wobei sich die erwartete Anzahl von Fahrgästen im ersten Betriebsjahr auf rund 400.000 belaufen soll. Die Anlage wird aus 40 Kabinen mit einer Kapazität für jeweils zehn Personen bestehen, die Fahrzeit von der Talstation Dub zur Bergstation Kuk wird dabei weniger als elf Minuten betragen. Damit komme es zu einem deutlichen Zeitgewinn gegenüber einer Fahrt mit dem Auto.

Errichtet wird die Seilbahn von Leitner gemeinsam mit einem Konsortium rund um das lokale Bauunternehmen Novi Volvox. Leitner übernimmt in einer Arbeitsgemeinschaft mit Novi Volvox neben der Bauleitung auch die Instandhaltung und den Betrieb der Anlage.

„Unser Ziel ist es, das Land noch attraktiver zu machen und dieses Projekt wird wesentlich dazu beitragen, diese Vision wahr werden zu lassen. Die Bahn wird eine der schönsten Anlagen dieser Art in Europa werden und zugleich von großer strategischer Bedeutung sein, weil es zwei symbolträchtige Orte in Montenegro – das UNESCO-Weltkulturerbe Kotor und den Nationalpark von Lovćen – direkt verbinden wird“, so Montenegros Ministerpräsident Dritan Abazovic bei der Grundsteinlegung.

APA/Red.

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