Vom Interior Designer zum Fischbauern

Der Name home INTERIOR ist Tiroler Gastronomen ein Begriff. Jetzt machen sich Helmut Zaderer und Monika Kruselburger auch mit Fisch einen Namen.
© Rene Paulweber / Fotostudio Rene

Seit Juni können die Fische im Hofladen in Lechaschau gekauft werden, ab Herbst startet die Lieferung an Gastronomiekunden, ein Onlineshop für Private ist bereits in Arbeit.  

Woher nehmen, wenn nicht stehlen? In Sachen Fisch stehen qualitätsbewusste Hoteliers und Spitzenköche immer wieder vor derselben Herausforderung. Denn frischer, regional gezogener Fisch ist hierzulande kaum zu bekommen. Schon gar nicht in Mengen, die ein Restaurant oder Hotel benötigt. Das Unternehmerpaar Helmut Zaderer und Monika Kruselburger hat sich diesem Problem angenommen und schlägt mit ihrem Projekt „tirolfisch“ in eine Kerbe, die bis dato sich niemand zu füllen traute. Denn so trivial die Aufzucht und der Vertrieb von heimischen Frischfischarten auf den ersten Blick klingen mag, so detailreich sind die Herausforderungen, die diese Idee mit sich bringt. Doch Kruselburger und Zaderer haben – zunächst in echter Startup-Manier – Lösungen erarbeitet, die ein hundert Prozent regionales Produkt in absoluter Spitzenqualität in kürzester Zeit ressourcenschonend und in völlig wiederverwertbarer Verpackung zum Kunden bringt. Seit Juni können die Fische im Hofladen in Lechaschau gekauft werden, ab Herbst startet die Lieferung an Gastronomiekunden, ein Onlineshop für Private ist bereits in Arbeit.

Leidenschaft Fisch

Wer home INTERIOR kennt, weiß, dass Helmut Zaderer keine Kompromisse eingeht. Schon gar nicht bei der Qualität. Wie aber kommt ein Einrichtungsprofi auf die Idee, eine nachhaltige, regionale Fischzucht zu betreiben? Die Antwort liegt in einer lang gehegten Leidenschaft Zadereres: Schon als Kind verbrachte ich jede freie Minute beim Angeln. Daraus erwuchs eine echte Passion für heimische Fische und der Wunsch, dieses wertvolle, gesunde Lebensmittel mehr Menschen zugänglich zu machen.“ Für die qualitative Aufzucht der Fische holt sich Zaderer Meister der Tiroler Fischzucht ins Boot. Um die akribische Planung der Fischteichanlagen und Abläufe kümmert sich ein international renommierter Experte. Das ermöglicht beste Lebensbedingungen für die Fische. So haben sie zum Beispiel 50% mehr Schwimmfreiheit als gesetzlich vorgeschrieben.

Tiroler Quellwasser, kurze Wege und ein nachhaltiges Gesamtkonzept

Die Grundlage für das Konzept von tirolfisch ist kaltes, kristallklares Tiroler Quellwasser. Dort dürfen Forelle und Co. ein ruhiges, gesundes Leben führen, bis sie erst kurz vor dem Transport entnommen, sorgfältig verpackt und noch am selben Tag im tirolfisch-Kühltransporter auf dem Weg zum Kunden gebracht werden. Ein nachhaltiges Verpackungskonzept ist Teil des innovativen Gesamtpakets: Alle verwendeten Materialien sind recyclebar – vom Siegelbeutel für den vakuumierten Fisch, bis hin zum isolierenden Versandkarton.

Derzeit umfasst das Sortiment von tirolfisch sechs heimische Fischarten:  Regenbogenforelle,  Lachsforelle,  Bachforelle, Seeforelle, Bachsaibling, und Seesaibling. Die Fische gibt es im Ganzen und küchenfertig, als Filet, kalt oder warm geräuchert oder zart gebeizt.

APA/red

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