Vereinheitlichung des europäischen Bahnsystems

Klare Forderung der österreichischen Umwelt- und Verkehrsministerin Gewessler
@ Pixabay

Europäische Bahnchefs fordern widerum mehr Investitionen in den Zugverkehr

Eine Vereinheitlichung des europäischen Bahnsystems forderte nun Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler von den Grünen. „Wir müssen überall dort, wo es möglich ist, noch viel stärker auf die klimafreundliche Alternative setzen. Wir müssen den Verkehr auf die Schiene bringen“, meinte sie vor einem Treffen mit ihren EU-Amtskollegen in Paris. Im Verkehr müssten die Emissionen deutlich reduziert werden – „und zwar um 90 Prozent in der EU bis 2050“. Dazu brauche es gemeinsame Anstrengungen für mehr Kostenwahrheit zwischen Schiene, Straße und Flugverkehr sowie ein einfacheres Ticketsystem in der EU, betonte die Ministerin. Zudem müsse die „Europäische Bahn zusammenwachsen“, forderte Gewessler mit Verweis auf „einheitliche Betriebsregelungen und Lösungen für unterschiedliche Betriebssprachen“.

Bahnchefs ebenfalls fordernd

Parallel zu dem Treffen kamen die europäischen Bahnchefs zu Gesprächen in Saint Denis bei Paris zusammen. „Es muss massiv in die Infrastruktur investiert werden, um das Streckennetz zu verbessern und den Übergang von einem ins nächste Land zu erleichtern“, wird der Chef Jean-Pierre Farandou im Ö1-„Mittagsjournal“ zitiert, „dafür brauchen wir Investitionen in die Schienen, aber auch in die Signalsysteme“. Ähnlich äußerte sich ÖBB-Chef Andreas Matthä. „So sehr ich die Geschichte der Bahn liebe, hier ist es ein Fluch, denn jeder Nationalstaat hat unterschiedliche technische Systeme implementiert, die es jetzt, wo es jetzt notwendig ist, die sukzessive auf einen einheitlichen europäischen Standard zu bringen“, so Mathhä im Rahmen des Treffens. Die EU-Kommission will dem Bericht zufolge 80 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre bereitstellen, allerdings investiert Deutschland allein bis 2030 86 Milliarden Euro. Mathhä schlägt hier vor, Gelder aus dem Emissionshandel für den Schienenverkehr zu nutzen. APA/RED.

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