Urlaub in Österreich wird wieder in

Havas-Statusbericht zur Covid-19 Pandemie zeigt erste positive Trends beim Inlandstourismus.
© Pixabay

Die Covid-19 Pandemie hat weltweite Auswirkungen auf den Tourismus

Ein Statusbericht der Medienagentur Havas zur weltweiten Covid-19 Pandemie macht die dramatischen Auswirkungen auf den Tourismus deutlich: Die Flugzeugstarts sind in den letzten Wochen sukzessive um 59 Prozent eingebrochen. Von der Krise sind alle Fluglinien in gleicher Weise betroffen. Es gab bei vielen Rückgänge von über 50 Prozent gegenüber den Zahlen aus dem Vorjahr. Eine wirkliche Erholung wird bis Ende des Jahres nicht erwartet. Viele Luftfahrtgesellschaften müssen Staatshilfe beantragen, die aber wie im Fall der Austrian Airlines an Umweltauflagen geknüpft werden sollen.

Allerdings zeigt sich im Tourismus bereits ein positiver Trend: Die Suchanfragen zu einem Urlaub in Österreich steigen seit einigen Tagen kontinuierlich. Erstmals überholt die Suche nach Quartieren im Inland die nach Flügen. Die Österreich Werbung geht von einer stufenweisen touristischen Öffnung aus. Die Buchungsanfragen bewegen sich aber noch auf niedrigem Niveau. In den ersten Wochen nach den Ausgangsbeschränkungen lagen sie bei 80 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Werbeinvestments sind in der Tourismusbranche durch die Corona-Krise stark gesunken.

Umstellungen in der Gastronomie

Die Covid-19 Pandemie hatte auch große Auswirkungen auf die Gastronomie, da erst seit kurzem fertige Speisen in Restaurants wieder abgeholt werden dürfen. Der Essenlieferdienst Mjam hat für kleinere Unternehmen eine Initiative mit dem Hashtag #zamhalten gestartet, um kleinere Unternehmen beim Überleben zu helfen. Das passiert in erster Linie mit Gutscheinaktionen. Dabei wird derzeit mehr gekocht und gegessen und weniger Sport betrieben, zeigen Statistiken von Google. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Werbevolumen im Bereich Gastronomie und Freizeit ebenfalls um 60 bis 70 Prozent gesunken. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Supermarktketten sehr rasch Werbekampagnen auf die Situation abstimmen konnten. Der Werbedruck ist sogar stärker als im Vorjahr.

Medienkonsum und Werbevolumina

Die Corona-Krise verändert den Medienkonsum der österreichischen Bevölkerung stark. Vor allem die Zielgruppe der 12- bis 29-Jährigen weist je nach Tageszeit eine stärkere TV-Nutzung zwischen 20 und 75 Prozent auf. Die Reichweite ist laut Teletest zwischen 19 und 22 Uhr am höchsten. Das Werbevolumen ist im Fernsehen seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen um 20 Prozent pro Woche zurückgegangen. Im Hörfunkbereich halten sich die Verluste der Werbeaktivitäten einigermaßen in Grenzen. Von der Krise am stärksten betroffen ist jedoch das Anzeigengeschäft im Printsektor. Dieses ist um fast 50 Prozent eingebrochen. Die Informationskampagnen der öffentlichen Institutionen können die Schaltungen der werbetreibenden Unternehmen nicht kompensieren. Die wenigsten Werbungen werden derzeit für Investitionsgüter geschaltet.

PA/red

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