TUI plant Teilauflösung

TUI Deutschland will seine Sparte für Geschäftsreisen auflösen
© Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com

Der Reiseveranstalter setze die Belegschaft am Mittwoch über den Plan der Teilauflösung der Geschäftsreisen-Sparte zu Kenntnis. Der Bereich First Business Travel (FBT) soll nicht in der jetzigen Form als eigenständige Einheit weitergeführt werden. Die Details sollen in den konkreten Verhandlungen im Jänner besprochen werden. Dabei wird es auch um die Zukunft der mehr als 300 betroffenen Mitarbeiter gehen.
Durch die Corona-Krise wurden die speziellen Angebote für Geschäftsreisende weniger wahrgenommen. In der Betreuung kleinerer und mittelgroßer Firmen könne es aber weiterhin Chancen geben, so TUI-Betriebsratchef Frank Jakobi.  Damit sei die Sparte bei TUI einst gestartet, und der Preisdruck sei tendenziell nicht so hoch wie bei Großkunden.
„Für die Kolleginnen und Kollegen bedeutet das natürlich einen herben Einschnitt“, erklärte Jakobi. Er erwarte sich aber konstruktive Vorschläge von den der Geschäftsführung bei den Gesprächen im neuen Jahr. Diese könnten neben dem verkleinerten Restgeschäft von FBT auch andernorts im Konzern liegen, oder in den klassischen Reisebüros. „Wir erwarten, dass man solche Lösungen wieder hinbekommt.“ Sonst lege immer noch die Option der Abfertigung am Tisch.
Aus dem Unternehmen hieß es: „Wir haben eine Analyse des Geschäfts gemacht und nehmen nun die Gespräche mit der Mitbestimmung auf.“ Beziehe man die Sparpläne im Fall von FBT auf Vollzeitstellen, sei die Betroffenheit mit etwas mehr als 200 geringer.
APA/Red

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