Trüber Sommer für Schweizer Hotels

Camping und Ferienwohnungen hingegen stark gefragt
© Pixabay

Die Schweizer Stadthotellerie sieht sich mit hohen Einbußen konfrontiert

Nach dem durch die Pandemie bedingten schwachen Vorjahr steht den Schweizer Hotels ein weiterer Geschäftseinbruch bevor. Die Auslastung sei niedrig und die Umsatzeinbußen hoch. Dagegen boomen dank Corona Campingplätze, Ferienwohnungen und Feriendörfer. Die Auslastungen der Hotels für die Monate Juni bis August lägen schweizweit bei durchschnittlich 48 Prozent. Das entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres. Allerdings gegenüber dem Vor-Krisenjahr 2019 sei die Belegung um rund ein Viertel niedriger. Damals seien 72 Prozent aller Hotelbetten besetzt gewesen.

Stadthotels stark betroffen

Vor allem die Stadthotels müssen mit hohen Einbußen rechnen. Laut dem Branchenverband HotellerieSuisse sei die aktuelle durchschnittliche Auslastung für Juni mit 39 Prozent im Vergleich zu 2019 dramatisch. Damals waren 81 Prozent aller Zimmer in den Stadthotels besetzt gewesen. Immerhin sei die Buchungslage mit 26 Prozent höher als letztes Jahr. Nicht viel besser sieht es für Juli und August aus. Hier sind in den Stadthotels rund 45 Prozent der Zimmer gebucht. 2019 waren es noch drei Viertel gewesen.

Bergbetriebe mit leichtem Verlust

Nicht ganz so stark unter die Räder kommen die Berggebiete. In den Alpen beträgt die Auslastung in den Hauptferienmonaten Juli und August rund 60 Prozent. 2019 waren es rund 70 Prozent gewesen.

HotellerieSuisse zufolge würden inländische Gäste zwar auch heuer mehrheitlich in der Schweiz Ferien machen, aber es sei damit zu rechnen, dass Schweizer vermehrt ins Ausland reisen würden, wenn es die Situation zulasse. Wichtige Gäste aus Fernmärkten würden weiterhin fehlen. Von einer Erholung sei die Beherbergungsbranche noch weit entfernt, erklärte HotellerieSuisse. Die touristische Erholung werde wohl erst nächstes Jahr mit der Rückkehr der Gäste aus Übersee und den Geschäftsreisenden richtig Fahrt aufnehmen. Campingplätzen, Ferienwohnungen und Feriendörfern hingegen seien auf Rekordjagd.

APA/red

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