Stadt Wien beteiligt sich am Restaurant Vestibül

Wegen der Coronakrise kommt auch das Café Ritter in Ottakring in Teilbesitz der Bundeshauptstadt.
© Café Ritter Ottakring

Innenansicht des Café Ritter in Wien-Ottakring

Wien wird sich am Restaurant Vestibül im Burgtheater sowie am Cafe Ritter in Ottakring beteiligen. Das hat Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Donnerstag im Gespräch mit Journalisten berichtet. Abgewickelt wird die Maßnahme über die „Stolz auf Wien“ GmbH, die eingerichtet wurde, um befristete Beteiligungen an Firmen zu ermöglichen, die von der Coronakrise betroffen sind. Auch das Technik-Unternehmen Compact-electric wurde ins Portfeuille aufgenommen.

Die Stadt beteiligt sich maximal mit 20 Prozent Gesellschafteranteilen pro Unternehmen, die vorübergehend Mittel benötigen. Nach spätestens sieben Jahren sollen die Anteile wieder verkauft werden. Die Stadt stellt dafür ein Gesamtvolumen von 20 Mio. Euro zur Verfügung. Mit dabei ist auch die Wirtschaftskammer sowie Kapitalgeber etwa aus dem Bankenbereich. Zuletzt wurden diesbezüglich auch die Immofinanz oder Hans-Peter Haselsteiner an Bord geholt, berichtete Hanke. Ziel ist laut dem Ressortchef, ein Gesamtvolumen von 60 Mio. Euro zu erreichen.

Das Vestibül im Burgtheater feierte dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen, wie betont wurde. 14 Personen sind in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten des Restaurants beschäftigt. Noch deutlich länger existiert das Cafe Ritter. Das Jugendstil-Kaffeehaus wurde 1907 gegründet – und galt unter anderem als Stammlokal von Fußball-Legende Ernst Happel. Der durch die Generalsanierung wieder in den Originalzustand gebrachte Betrieb bietet weitgehend Speisen und Getränke auf Basis biologischer und lokaler Produkte an.

Laut der Geschäftsführerin der Beteiligungsgesellschaft, Barbara Forsthuber, wird derzeit auch mit Interessenten aus der Hotellerie verhandelt. Die Branche ist von der Krise in Wien besonders betroffen. Zuletzt haben sich offenbar die Reisewarnungen für Wien dramatisch ausgewirkt. Laut Forsthuber haben sich vor allem in den vergangenen zwei Wochen Hotelbetriebe bei der Gesellschaft gemeldet.

APA/PA/red

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