Schweiz Tourismus für Sommer zuversichtlich, aber auch besorgt

Gäste kommen, aber das Personal fehlt.
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Die Schweiz scheint nichts von ihrer Anziehungskraft verloren zu haben

Die Schweizer Tourismusbranche schaut relativ zuversichtlich auf die bevorstehende Sommersaison. Hoteliers erwarten nicht nur zahlreiche Schweizer, sondern auch mehr ausländische Gäste zu Besuch. Auch erste Städte melden wieder steigende Übernachtungszahlen. Sorgenfalten bereitet der Branche indes der weitverbreitete Mangel an Fachkräften und Personal überhaupt.

Laut einer Branchenumfrage von Schweiz Tourismus (ST) werden erneut viele Schweizerinnen und Schweizer in den hiesigen Hotels erwartet. Auch Besucher aus dem sonstigen Europa dürften wieder viele kommen, zudem werden wieder vermehrt Reisende aus Nordamerika, Brasilien, den Golfstaaten sowie teilweise aus Indien und Südostasien erwartet. Noch keine Erholung zeigt sich hingegen bei den Gästen aus China.

Die Umfrageteilnehmer erwarten insgesamt eine Zunahme der Frequenzen im Sommerhalbjahr im Vergleich zum Vorjahr von 23 Prozent und einen Anstieg der Übernachtungszahlen von 14 Prozent.

Diese Tendenz zeigte sich bereits im Frühjahr. Über Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten hätten sowohl die Unterkünfte als auch die Attraktionen ein deutlich zweistelliges Wachstum verzeichnet, heißt es. Konkret waren es plus 25 Prozent bei den Übernachtungen und plus 35 Prozent bei den Besucherfrequenzen. Neben den traditionell beliebten Berggebieten waren laut ST auch einige Städte im Frühjahr gut besucht.

Vielversprechend präsentiert sich laut der Umfrage auch der Herbst. Insgesamt wird für diese Saison ein zweistelliges Wachstum erwartet. Zwei Drittel der Befragten gehen für die nächsten Jahre gar von einer weiteren Zunahme der Bedeutung der touristischen Herbstsaison aus.

Der kurzfristigere Blick nach vorne ist allerdings nicht nur ungetrübt. Die Branche geht zwar davon aus, dass die Einheimischen die wichtigste Gästegruppe bleiben werden. Für einen neuen Rekord dürfte es indes nicht reichen, da viele Schweizer wohl wieder ins Ausland reisen werden.

Die dominante Sorge ist laut ST aber der landesweite Fachkräfte- und Personalmangel.

 

apa

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