Scandinavian Airlines: Pilotenstreik gefährdet Unternehmensbestand

Fluggesellschaft beziffert Kosten auf 9 bis 12 Millionen Dollar täglich
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Laut Scandinavian Airlines wurden bis jetzt mehr als 2.500 Flüge gestrichen, wovon 270.000 Passagiere betroffen waren

Die derzeit vermehrt auftretenden Pilotenstreiks führen dazu, dass die ersten Fluggesellschaften sich in ihrem Überleben bedroht fühlen. So auch das nordische Luftfahrtunternehmen Scandinavian Airlines (SAS). „Der Streik setzt den Erfolg des Chapter-11-Verfahrens und letztlich das Überleben des Unternehmens auf Spiel“, erklärte SAS-Chef Anko van der Werff am Donnerstag. Die finanziell angeschlagene Airline hat in den USA ein sogenanntes Chapter-11-Insolvenzverfahren beantragt, um sich vor ihren Gläubigern geschützt umzustrukturieren.

Die SAS ist wie viele andere Unternehmen der Branche im Zuge der Coronapandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Airline beschäftigt knapp 7.000 Menschen – vor allem in Schweden, Norwegen und Dänemark. Darunter sind rund 900 Pilotinnen und Piloten.

Am 04. Juli legten die SAS-Piloten nach einer gescheiterten Tarifverhandlung ihre Arbeit nieder. So protestierten damit gegen die geplanten Gehaltskürzungen, die nach ihren Angaben bis zu 30 Prozent betragen können. Tags darauf beantragte die Fluggesellschaft das Insolvenzverfahren in den USA.

Nach Unternehmensangaben kostet der Ausstand der Airlines täglich zwischen neun und zwölf Millionen Dollar – das heißt zwischen 8,9 und 11,9 Millionen Euro. Demnach seien in den vergangenen zehn Tagen so bereits eine Milliarde schwedische Kronen (94 Millionen Euro) an Kosten entstanden.

Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmensleitung führten bisher zu keiner Lösung. Laut der SAS wurden bis jetzt mehr als 2.500 Flüge gestrichen, wovon 270.000 Passagiere betroffen waren.

 

APA/ Red.

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