ÖHV: Schluss mit Booking-Provokationen

Die ÖHV hat einen guten Vorschlag: Booking soll Stornogebühren für Gäste übernehmen.
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Nur mehr in wenigen Hotels in Österreich läuft das Geschäft noch, und selbst dort wird der letzte Gast wohl in den nächsten Tage hinauskomplimentiert. Bei den Betrieben herrscht bundesweit Verunsicherung, wie es nach der Corona-Krise weitergehen soll bzw. wie – und in welcher Höhe – der wirtschaftliche Schaden mit dem COVID-19-Gesetz aufgefangen wird: „Gäste und Einnahmen fehlen. Das weiß niemand besser als Booking.com“, weist Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Versuche des Milliardenkonzerns zurück, in die Verträge zwischen Hotels und Gästen einzugreifen.

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Inakzeptable Vorgangsweise von „Partner“ Booking

Hotels bieten Zimmer zu unterschiedlichen Konditionen an – besonders flexible Stornomöglichkeiten zu höheren Preisen, besonders günstige ohne Stornomöglichkeit: „Die Gäste verstehen, dass wir unsere Mitarbeiter auch in dieser schwierigen Situation bezahlen müssen und sind bereit, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen“, so Gratzer. Booking versteht das nicht und verlangt von den Hotels, auf dringend benötigte Einnahmen – die Stornogebühren – zu verzichten. „Das ist übergriffig und vollkommen inakzeptabel. Wir erwarten von Partnern ein anderes Vorgehen“, kritisiert Gratzer die Vorgangsweise scharf.

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Win-Win: Booking soll Stornogebühren ersetzen

Akzeptabel wäre für Gratzer, wenn Booking – das Unternehmen verzeichnet deutlich höhere Einnahmen als die erfolgreichsten Hotels der Welt – den Gästen die Kosten abnimmt: „Damit wäre allen geholfen: Booking.com bekommt seinen Willen, die Hotels dringend benötigte Einnahmen, die Mitarbeiter ihr Einkommen und die Gäste haben sicher auch nichts gegen die kleine Aufmerksamkeit von Booking.com.“ Fraglich ist allerdings, ob Booking das so viel wert ist oder ob das Unternehmen vor dem Hintergrund seiner Börsenkurse nur auf Aufmerksamkeit aus ist.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial unter www.oehv.at/presse

23. 3. 2020 / gab
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