Öffnungen – Vorarlberg als „Modellregion“

Reger Andrang in Gastronomiebetrieben
© Pixabay

Die „Modellregion“ Vorarlberg setzt auf zurückkehrende Stammgäste.

Die Öffnung  von Hotellerie und Gastronomie am 19. Mai ist für Vorarlberg, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, nicht gänzlich neu. Trotzdem ist die Vorfreude in der Branche groß. Vorarlberg hatte bereits Mitte März erste Öffnungsschritte in die Wege geleitet. Diese umfassen nicht nur die Gastronomie, sondern auch Kultur und Sport. Damit gilt Vorarlberg als „Modellregion“. Das Erreichte möchte man nun weiter ausbauen.

Testkapazitäten ausgebaut

Seit 15. März dürfen Vorarlbergs Restaurants unter strengen Auflagen wieder Gäste bewirten. Aktuell ist eine Bewirtung bis 20 Uhr möglich. Anfangs zögerten noch einige Wirte, doch innerhalb kurzer Zeit präsentierte sich die Gastronomie-Öffnung aber als Erfolgsgeschichte. In der ersten Woche öffneten in den Ballungsräumen 75 Prozent der Betriebe und es wurden immer mehr. Der Andrang war sehr groß und auch die Auflagen schreckten die Gäste keineswegs ab. Meldungen über Ansteckungen in Wirtshäusern gab es keine. Land und Gemeinden bauten ihre Testkapazitäten stark aus. Anfang Mai wurden innerhalb einer Woche bei einer Bevölkerungszahl von etwa 400.000 rund 370.000 Tests durchgeführt. Das Land Vorarlberg setzte sich schon früh für Eintrittstests in der Gastronomie ein. Nun kommt dieses Modell für ganz Österreich. Die ab 19. Mai gegebene Öffnungsmöglichkeit bis 22.00 Uhr wird dazu führen, dass praktisch alle Restaurants wieder geöffnet sein werden.

„In Vorarlberg konnten wir durch die Öffnung der Gastronomie ein Stück Lebensfreude zurückgewinnen“, sagte Mike Pansi, Fachgruppen-Obmann der Vorarlberger Gastronomie. Laut ihm brächten die sozialen Begegnungen in der Gastronomie den Menschen ein Stück Freiheit und Normalität zurück.

Zurückhaltung bei Buchungen

Spartenobmann Markus Kegele hoffe auf einen „reibungslosen Start“ für Tourismusbetriebe. Er zeigte sich froh darüber, dass Gäste die Möglichkeit haben die vorhandene Testinfrastruktur des Landes und seinen Partnern im Rahmen ihres Aufenthalts kostenlos nutzen zu dürfen. Das Land stelle Besuchern zudem kostenlose Selbsttests zur Verfügung. In den Vorarlberger Tourismusdestinationen häufen sich die Anfragen. Bei Buchungen gibt es allerdings noch eine gewisse Zurückhaltung. Die Ungewissheit bezüglich der Corona-Regeln in der Grenzregion verunsichert potentielle Urlauber. Im „Vier-Länder-Eck“ der Bodenseeregion gelten auf relativ engem Raum unterschiedliche Regelungen. Für die Tourismusbranche in Vorarlberg ist besonders der Wegfall der Quarantänepflicht in Deutschland ein wichtiger Faktor. Jeder zweite Gast stammt aus dem Nachbarland. Vorarlberg Tourismus-Direktor Christian Schützinger rechnete damit, dass sowohl „über Pfingsten und die Sommersaison bis in den Winter hinein“ viele Stammgäste nach Vorarlberg zurückkehren werden.

APA/red

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