MSC will mit wasserstoffbetriebenen Kreuzfahrtschiffen auslaufen

Investitionen in Milliardenhöhe geplant
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Mit Hilfe von Wasserstoff sollen CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um bis zu 25 Prozent reduziert werden

Die schweizerisch-italienische Reederei MSC hat den Bau von zwei Kreuzfahrtschiffen angekündigt, die auch mit Wasserstoff betrieben werden sollen. Wie MSC am Donnerstag mitteilte, werden 3,5 Milliarden Euro investiert. In der Summe inkludiert sind zudem auch jeweils 120 Millionen Euro für die Ausstattung älterer Modelle mit Flüssigerdgas-Motoren.

Die beiden Kreuzfahrtschiffe sollen 2027 und 2028 in Betrieb genommen werden. Explora Journeys, die Luxusreisemarke der Kreuzfahrtsparte von MSC, wird damit auf sechs Schiffe anwachsen. Ebenso wird der italienische Schiffsbauriese Fincantieri einmal mehr für den Bau beauftragt.

Die beiden Luxuskreuzfahrtschiffe würden dabei mit bisher einzigartiger Umwelttechnologie und Lösungen ausgestattet. Demnach soll eine neue Generation von Flüssigerdgas-Motoren das Problem des Methanschlupfes bekämpfen – dies bezeichnet das Entweichen von nicht genutztem und nicht verbranntem Methan in die Atmosphäre.

Zusätzlich sollen die beiden Schiffe mit einem Auffangbecken für flüssigen Wasserstoff ausgestattet werden. Der kohlenstoffarme Treibstoff werde dann eine Sechs-Megawatt-Brennstoffzelle antreiben, um emissionsfreien Strom für den Hotelbetrieb zu erzeugen. Dadurch sollen die Schiffe – im Hafen angelegt – mit „Null-Emissionen“ laufen.

Für den Schifffahrtskonzern ist dies ein wichtiger Schritt zum Ziel, bis 2020 seinen gesamten Kreuzfahrtbetrieb emissionsfrei zu gestalten. Eine entscheidende Rolle misst MSC dabei dem Flüssigerdgas zu. Dies sei der sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab verfügbar ist.

So sollen CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um bis zu 25 Prozent reduziert werden und mit der zunehmenden Verfügbarkeit von biologischem und synthetischem Flüssigerdgas werde diese Energiequelle der Zukunft den Weg zu einem CO2-freien Betrieb ebnen.

 

APA /Red.

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