Mögliches Aus für Air Europa Übernahme

Vorwurf der Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf dem Passagierflugmarkt im Raum
© Pixabay

Die geplante Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Air Europa durch die British-Airways-Mutter IAG steht wohl kurz vor dem Aus. Wie der IAG-Konzern am Mittwoch mitteilte, seien die Gespräche über eine Aufhebung der Übernahme-Vereinbarung im fortgeschrittenen Stadium. Weitere Angaben machte IAG nicht.

Im November 2019 wurde bereits die 500 Millionen Euro schwere Übernahme von Air Europa zwischen der spanischen Tourismus-Gruppe Globalia und IAG vereinbart. Ende Juni allerdings hatte die EU-Kommission wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet. Zusätzlich hatte sich das Umfeld für Airlines mit Ausbruch der Coronapandemie im Jahr 2020 massiv geändert. Auch hatte die für die Einhaltung von EU-Recht zuständige Behörde hatte im Sommer mitgeteilt, dass der Zusammenschluss nach einer ersten Analyse den Wettbewerb auf den Märkten für Passagierflüge auf spanischen Inlandsstrecken und auf internationalen Strecken von und nach Spanien beeinträchtigen könnte.

Erhebliche Einschränkungen werden laut der EU-Behörde demnach zum Beispiel bei 70 Städteverbindungen mit Ausgangs- und Zielort innerhalb Spaniens beziehungsweise von oder nach Spanien befürchtet, bei denen beide Fluggesellschaften Direktflüge anbieten. Einige dieser Strecken würden so nur von IAG und Air Europa bedient, hieß es damals. Den Angaben von Juni zufolge wollten die Wettbewerbshüter der EU-Kommission die geplante Übernahme einer eingehenden Prüfung auf Grundlage der EU-Fusionskontrollverordnung unterziehen.

Der IAG-Konzern, hatte sich Ende 2019 mit der Air-Europa-Eigentümerin Globalia auf den Kauf von Air Europa geeinigt. Der Deal sollte eigentlich bis Ende 2020 vollzogen werden, doch die Coronakrise brachte die gesamte Flug- und Reisebranche in große Not. Deswegen sollte IAG nach Angaben aus dem Jänner auch nur noch eine halbe Milliarde statt einer Milliarde Euro an Globalia zahlen.

APA/Red.

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