„Maßnahmenpaket mit Haftungs-Rahmen“

CORONA SPEZIAL: Land Niederösterreich unterstützt Gewerbe- und Tourismusbetriebe.
© NLK Filzwieser

Arbeitsgespräch anlässlich der Corona-Krise mit den niederösterreichischen Landesräten Eichtinger (li) und Danninger (re)

Die für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Tourismus zuständigen Regierungsmitglieder, die Landesräte Jochen Danninger und Martin Eichtinger, sind gemeinsam mit den Spitzen der Sozialpartner und der Industriellenvereinigung am 10. März zu einem Arbeitsgespräch zusammengekommen. Dabei wurden Maßnahmen für die kleinen und mittleren Unternehmen in Niederösterreich erarbeitet – wie sie gegenüber FM verraten.

“Wichtig ist jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn die Angst vor Corona ist für die Wirtschaft mindestens so gefährlich wie der Corona-Virus selbst. Die Wirtschaftsforscher haben ihre Einschätzungen über die wirtschaftlichen Folgen der Krise in den letzten Stunden geändert. Gemeinsam mit dem Bund und den Sozialpartnern wollen wir als Land Niederösterreich auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, um in Schwierigkeiten geratene kleinere und mittlere Betriebe zu unterstützen. Hierzu legen wir ein umfassendes Maßnahmenpaket vor”, erklären die beiden Landesräte die Hintergründe.

Damit operativer Betrieb aufrecht erhalten werden kann

Das Land Niederösterreich hat im Detail zur Unterstützung der kleinen und mittleren Gewerbe- und Tourismusbetriebe ein Maßnahmenpaket mit einem Haftungsrahmen von derzeit 20 Mio. Euro reserviert. Bei Umsatzrückgängen, Forderungsausfällen, Problemen bei Warenbezug, Ausfällen von Personal soll so die notwendige Liquidität sichergestellt werden, damit der operative Betrieb aufrechterhalten werden kann. „Konkret wird eine 80-prozentige Haftung für einen neuen Kredit von bis zu 500.000 Euro gewährt. Bearbeitungsgebühr und Bürgschaftsprovision werden zu 100 Prozent vom Land Niederösterreich übernommen“, konkretisiert Tourismus-Landesrat Danninger.

Von der NÖ Bürgschaften und Beteiligungen GmbH (NÖBEG) wird dazu gemeinsam mit den Sozialpartnern ein Infoblatt an Betriebe verteilt. Darüber hinaus wurde eine Hotline eingerichtet. (Telefon: 02742/9000-19335; E-mail: stabilisierung@noebeg.at). Den Betrieben wird eine Rückmeldung  innerhalb von 24 Stunden versprochen.

Zusätzliche Hilfeleistungen von Bund und Wirtschaftskammer

Positiv sehen die niederösterreichischen Landesräte, dass die Bundesregierung die notwendigen Mittel für die Kurzarbeit zur Verfügung stellen wird. Denn Kurzarbeit sei entscheidend, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und die wichtige Expertise der Belegschaft zu erhalten, halten sie fest.

Als Hilfeleistung haben WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und der designierte Präsident Wolfgang Ecker angeboten, dass die Wirtschaftskammer Niederösterreich abhängig von der Umsatzreduktion und jeweiligen Branchenzugehörigkeit Zuschüsse bis zu 5.000 Euro pro Unternehmen gewährt. Und: Eine weitere Unterstützung durch die jeweiligen Fachorganisationen wird angestrebt.

 

red

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