Lufthansa-Chef entschuldigt sich bei jüdischen Vertretern

An der Kleidung erkennbare Juden wurden von einem Flug von Frankfurt nach Budapest ausgeschlossen. Als Grund wurde die Missachtung der Maskenpflicht von einigen Fluggästen angeführt.
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Weil ein paar die Maskenpflicht missachteten, verweigerte das Lufthansa-Personal Juden den Weiterflug

Nach dem Ausschluss einer jüdischen Reisegruppe von einem Flug nach Budapest hat sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr auch beim Zentralrat der Juden in Deutschland entschuldigt. Spohr habe mit dem Präsidenten Josef Schustertelefoniert und diesen persönlich um Entschuldigung gebeten, bestätigte das Mutterunternehmen der AUA. Über weitere Inhalte des Gesprächs sei Stillschweigen vereinbart worden.

Ergebnisse der internen Untersuchung des Vorgangs vom 4. Mai lagen noch nicht vor, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. An dem Tag war eine aus New York kommende Gruppe orthodoxer Juden in Frankfurt pauschal vom Weiterflug nach Budapest ausgeschlossen worden, nachdem einige Passagiere sich auf dem Atlantikflug geweigert hatten, Schutzmasken zu tragen.

Im Nachhinein hatte Lufthansa bedauert, „dass der größeren Gruppe die Weiterreise nicht ermöglicht wurde, anstatt diese Entscheidung auf einzelne Personen zu beschränken“. Spohr hatte zunächst bei der Jüdischen Gemeinde Berlin um Entschuldigung gebeten und in einer Mitarbeiterbotschaft erklärt: „Antisemitismus hat bei Lufthansa keinen Platz. Das Vorgehen hätte so nicht passieren dürfen und muss jetzt lückenlos aufgeklärt werden.“

Die deutsche Bundespolizei bestätigte, dass ihre Beamten in der Situation von Lufthansa hinzugezogen wurden und an Ort und Stelle waren. Man habe aber keinerlei polizeiliche Maßnahmen durchgeführt, sagte ein Polizeisprecher. Die Entscheidung über die Weiterflüge sei allein bei der Fluggesellschaft gelegen.

 

apa

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