Lufthansa-Angebot im Tarifstreit für Verdi „unzureichend“

Gewerkschaft fordert 9,5 Prozent Lohnplus
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Geforderte Lohnerhöhung mit aktuell hoher Inflationsrate, großer Arbeitsüberlastung und notwendigen Anreizen für Personalsuche begründet

Die zweite Verhandlungsrunde der AUA-Mutter Lufthansa mit der deutschen Gewerkschaft Verdi über Lohnerhöhungen für die rund 20.000 Beschäftigten am Boden gehen am späten Mittwoch ergebnislos auseinander. Das Angebot der Arbeitgeber sei „unzureichend“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Beide Tarifparteien hätten sehr ernsthaft verhandelt und versucht, ein Ergebnis zu erzielen.

„Ein solches Ergebnis wäre in der immer mehr eskalierenden Situation an den Flughäfen äußerst wichtig gewesen.“ Die Lufthansa hat einer Verdi-Mitteilung zufolge drei Varianten vorgelegt, die jeweils aus Festbeträgen und einer ergebnisabhängigen Komponente bestehen. Die Laufzeit soll in allen drei Varianten 18 Monate betragen. „Dieses Angebot gleicht nicht annähernd die Inflation aus, angesichts der aktuellen Preissteigerungen würde das für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust bedeuten“, erklärte Behle. Zudem sei insbesondere die ergebnisabhängige Komponente ein Blankoscheck für eine ungewisse Zukunft der Beschäftigten. Auch die von den Arbeitgebern angestrebte Laufzeit sei zu lang. Verdi werde das vorliegende Arbeitgeberangebot mit den Mitgliedern diskutieren und das weitere Vorgehen entscheiden. Zuvor hieß im Arbeitnehmerlager, mit dem Instrument Warnstreiks werde die Gewerkschaft vorsichtig umgehen und sie nicht leichtfertig vom Zaun brechen.

Nach den harten Einschnitten in der Coronakrise hat Verdi gute Karten, für die Beschäftigten etwas herauszuholen. Verdi fordert satte 9,5 Prozent Lohnplus, was sie neben der großen Arbeitsüberlastung und notwendigen Anreizen für dringend gesuchtes neues Personal auch mit der aktuell hohen Inflationsrate begründet. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 3. und 4. August angesetzt.

APA/Red.

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