Vorarlberg: Ende des Lockdowns „nicht absehbar“

Gastro und Hotellerie in Vbg. bezweifeln schnelle Öffnung.
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Vorarlberger Hotellerie und Gastronomie gehen davon aus, noch länger nicht aufsperren zu können. Er bezweifle eine Öffnung am 7. Dezember, sagte Gastronom Stefan Köb (Obmann-Stellvertreter der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Vorarlberger Wirtschaftskammer) in einer Online-Pressekonferenz. Seitens der Hotellerie wurde infrage gestellt, ob eine Öffnung vor Weihnachten überhaupt Sinn macht.

Aktuell wüssten 2.700 Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe in Vorarlberg nicht, wie es weitergehe, sagte Hotelier Markus Kegele (Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Vorarlberger Wirtschaftskammer). „Es ist stockdunkel in fast allen Betrieben“, stellte Köb fest – und das gerade jetzt, da üblicherweise Hochsaison anstehe.

Ende des Lockdowns „nicht absehbar“

Kegele erklärte, dass man an vielen Fronten kämpfe. Zum einen bemühe man sich, die Infektionszahlen nach unten zu bekommen, zum anderen um die Aufhebung von Reisewarnungen. Solange in Deutschland die aktuellen Quarantäne-Vorschriften gültig seien, bestehe ein Quasi-Reiseverbot. „Es ist nicht absehbar, dass wir bald aufsperren können“, so Kegele.

Unter den gegebenen Umständen sei eine Öffnung allerdings ohnehin unmöglich – neben Deutschland würden auch die Gäste aus den Niederlanden und Übersee ausbleiben. Von Urlaubern aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein allein könne man aber nicht leben. „Aktuell liegt die Auslastung zwischen zehn und 30 Prozent“, so Kegele. Der Spartenobmann gab auch zu bedenken, dass ein Aufsperren im Dezember zu einem dritten Lockdown Ende Jänner führen könnte: „Das wäre der Super-Gau, dann wäre die Wintersaison vorbei.“ Er hoffte viel mehr, dass viele der Restriktionen bis Mitte Jänner fallen „und wir dann loslegen können“.

Branche leidet seit Monaten

Den 80-prozentigen Umsatzersatz für den Monat November begrüßten sowohl Kegele als auch Köb. Köb gab aber auch zu bedenken, dass die Branche seit Monaten leide, Kegele wies darauf hin, dass viele Winterbetriebe erst später aufsperrten. „Wir brauchen eine Antwort darauf, wie es im Dezember weitergeht“, so Kegele.

Mike Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Vorarlberger Wirtschaft, richtete einen Solidaritätsappell an die Wirtschaft und die Bevölkerung. Neben den „vorarlberg isst…“-Gutscheinen gebe es ab Dezember auch Gutscheine unter dem Titel „vorarlberg urlaubt… im Ländle“. Damit schaffe man für Unternehmen einen guten Ersatz für betriebliche Weihnachtsfeiern, die heuer höchstwahrscheinlich nicht stattfinden können. Auch als Weihnachtsgeschenk seien die Gutscheine sehr beliebt. Sie sind in allen Vorarlberger Gastronomie- und Hotellerie-Betrieben einlösbar.

APA/Red

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