Lieferando-Mutter rutscht trotz Wachstum in rote Zahlen

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway.com musste für ihr rasantes Wachstum in der ersten Jahreshälfte tief in die Taschen greifen.
©JustEatTakeway.com

Talsohle erreicht – In Zukunft will Unternehmen wieder profitabler werden

Von Jänner bis Juni sei ein bereinigter operativer Verlust (Ebitda) in Höhe von 190 Millionen Euro angefallen, teilte der niederländische Essenslieferdienst am Dienstag mit. Analysten hatten mit einem noch höheren Minus gerechnet. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Plus von 205 Mio. Euro in der Bilanz gestanden.

Talsohle erreicht

Just Eat Takeaway.com versprach, nun die Talsohle erreicht zu haben und künftig wieder profitabler zu werden. Dazu würden wieder höhere Gebühren für Restaurants, technologische Verbesserungen und Vorteile in Folge der gewachsenen Aktivitäten beitragen.
In der ersten Jahreshälfte kletterten die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 52 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Angesichts vielerorts für den Publikumsverkehr geschlossener Restaurants und Ausgangsbeschränkungen bestellen inzwischen viel mehr Menschen online ihr Essen und lassen es sich nach Hause liefern. Seit der knapp eine Milliarde Euro schweren Übernahme des Deutschland-Geschäfts von Delivery Hero sind die Niederländer in Deutschland Marktführer. Allerdings ist Delivery Hero inzwischen auch wieder in Deutschland aktiv.
In Deutschland legten die Bestellungen von Just Eat Takeaway.com im ersten Halbjahr um 62 Prozent zu, in Großbritannien waren es sogar 76 Prozent. Kurz vor Ausbruch der Coronakrise hatten die Niederländer für 7,8 Mrd. Dollar den britischen Wettbewerber Just Eat übernommen, der vor allem mit Deliveroo konkurriert. Mittlerweile gehört auch Grubhub aus den USA zu Just Eat Takeaway.com.
APA/PA/RED/TP

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