Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung in Gastro für Rauch in Griffweite

Kennzeichnung in Kantinen ab September verpflichtend
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Mit 1. September 2023 tritt die verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln in Großküchen und Kantinen in Kraft. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) ist zuversichtlich, dass es in einem halben Jahr auch für die Gastronomie zu einer Lösung kommen werde. Die Gespräche dazu würden laufen, er wolle aber „nicht über ungelegte Eier gackern“, sagte er am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Betriebskantine des Landes Oberösterreich.

Die Kantine im Landesdienstleistungszentrum in Linz bereitet jährlich rund eine Viertelmillion Portionen zu, man bemüht sich um regionale Lebensmittel. So kommen die verwendeten 14 Tonnen Rind-, Schweine- und Lammfleisch ausschließlich aus Österreich, die Eier seien zu 100 Prozent Bio und aus dem Mühlviertel, rechnete Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) vor. Die Kantine kennzeichnet die Herkunft derzeit freiwillig – und zwar in über das Jahr gemittelten Prozentwerten. So ist auf einer laminierten Karte zu lesen, von welchem oö. Biohof die ganzen Hendln kommen, aber auch, dass Hühnerbrust nur zu 35 Prozent aus heimischer Produktion sei.

Die Verordnung des Ministers, die im März kundgemacht wurde und ab Anfang September gilt, erlaubt die Kennzeichnung sowohl auf diese Art mit Prozentangaben als auch tagesaktuell, erklärte Rauch. Für die Lebensmittelaufsicht kommt damit eine wichtige Aufgabe dazu: Man müsse überprüfen, „ob das, was in der Karte steht, auch im Kochtopf ist“, so der zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).

APA/Red

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