Krombacher setzt auf Alkoholfreies

Erfrischungsgetränke rund um die Marke Schweppes erweisen sich als Umsatztreiber.
© Pixabay

Rund ein Drittel des Gesamtausstoßes von 7,6 Millionen Hektolitern entfällt bereits auf alkoholfreie Getränke bzw. alkoholfreies Bier.

Deutschlands größte Privatbrauerei Krombacher geht mit einem steigenden Anteil alkoholfreier und alkoholreduzierter Produkte gegen den rückläufigen Branchentrend an. „Nach dem Rekord ist vor dem Rekord“, meinte dazu Marketing-Geschäftsführer Uwe Riehs in Düsseldorf zum Geschäftsverlauf im Jahr 2019.
Der Umsatz der Gruppe stieg insbesondere durch die Erfrischungsgetränke rund um die Marke Schweppes um 1,4 Prozent auf 862 Mio. Euro. Vielfalt und Differenzierung kämen beim Verbraucher gut an. Der Ausbau des Sortiments sorge aber auch für eine höhere Komplexität der Abläufe.
Rund ein Drittel des Gesamtausstoßes von 7,6 Millionen Hektolitern entfalle bereits auf alkoholfreie Getränke und alkoholfreies Bier. Die Geschäftsführung kündigte neue Produkte an. „Wir werden im alkoholfreien Bereich deutlich wachsen“, so Riehs. Aber auch bei alkoholhaltigem Bier zeigte er sich für die Nachfrage im laufenden Jahr angesichts der Fußball-WM optimistisch.
Riehs zeigte sich offen für mögliche Übernahmen auch im Bierbereich sofern es passende Gelegenheiten gebe. Die Krombacher Gruppe hatte 2006 die Marken- und Vertriebsrechte für Schweppes in Deutschland und Österreich übernommen. In den beiden Ländern seien auch eigene Produktentwicklungen unter dieser Marke möglich und erfolgt.
Der Bierabsatz der Gruppe inklusive alkoholfreier Varianten und Fassbrause nahm 2019 minimal um 0,1 Prozent auf 6,3 Millionen Hektoliter ab. Das Stammprodukt Krombacher Pils verlor dabei 0,3 Prozent Menge auf gut 4,5 Millionen Hektoliter. Im Vergleich dazu dürfte der deutsche Biermarkt 2019 um mehr als 2 Prozent geschrumpft sein. Die Brauereien haben vor allem Verbraucher in der jüngeren Zielgruppe verloren.

APA/red

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