Koffer-Chaos am Düsseldorfer Flughafen

Feuerwehr musste aushelfen.
Andreas Wiese/Flughafen Düsseldorf

Gepäcks-Chaos am Düsseldorfer Flughafen

Ungewöhnlicher Einsatz für die Düsseldorfer Flughafenfeuerwehr: Am Samstagabend halfen Einsatzkräfte beim Gepäck. Das bestätigte ein Flughafensprecherin. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Der Hintergrund: Am Freitag und Samstag war es zu Störungen in der Computertechnik der Gepäckförderanlage gekommen. Die ohnehin schon angespannte Situation am Düsseldorfer Flughafen – am Freitag war Sommerferienbeginn in Nordrhein-Westfalen – wurde noch schwieriger. Nach Flughafenangaben blieben mehr als 1.000 Gepäckstücke zunächst zurück. Wie die NRZ berichtete, musste am Samstagabend hunderte ankommende Passagiere zunächst ohne ihr Gepäck nach Hause fahren – die Koffer seien nachts in der inzwischen leeren Halle neben den Gepäckbändern abgestellt worden.

Für das Gepäck sind eigentlich die Fluglinien und deren Dienstleister zuständig. Beim Entladen am Samstagabend half aber ein eigenes Team aus „qualifizierten Mitarbeitern“ des Flughafens selbst und auch die Feuerwehr. Die sei „ausnahmsweise unterstützend“ dabei gewesen, so die Flughafensprecherin. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sei „selbstverständlich jederzeit gewährleistet“ gewesen.

Servicekräfte des Flughafens seien vor Ort gewesen, um Wasser an die zuvor wartenden Fluggäste zu verteilen. „Grundsätzlich informiert unser Servicepersonal die wartenden Passagiere auch über die jeweilige Situation, sobald entsprechende Informationen seitens der durch die Airlines beauftragten Dienstleister verfügbar sind.“

Der Verdi-Experte Özay Tarim nannte die Feuerwehr-Aktion gegenüber der dpa einen „weiteren Tiefpunkt“. Dem Flughafen sei ein massiver Imageschaden entstanden. Seine Gewerkschaft habe seit langem vor einem Debakel zu Ferienbeginn gewarnt.

 

apa

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