ÖHV wehrt sich gegen IV-Vorwürfe

Köchemangel: Auch die Gewerkschaft vida kritisiert die Aussagen von IV-Präsident Kapsch.
© Pixabay

Bei den Köchen lägen die Probleme, laut Gewerkschaft, bei „Arbeitsbedingungen und Entlohnung.“

„Es ist „letztklassig, wie Köche vom Präsidenten der Industriellenvereinigung Kapsch schlecht geredet und als arbeitsunwillig dargestellt werden“, betont Berend Tusch, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida. Für den vida-Gewerkschafter geht es darum, „dass den Menschen im Tourismus endlich gute Angebote gemacht werden müssen. Welcher Koch verlegt seinen Lebensmittelpunkt für eine Saison in ein anderes Bundesland? Diese Menschen brauchen andere Perspektiven. Es müssen Jahresarbeitsplätze geboten werden. Personallücken mit Zwangsverpflichtungen zu stopfen, hört sich für Herrn Kapsch offenbar gut an, geht aber an der Realität komplett vorbei.“

In die gleiche Kerbe schlägt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, Dr. Markus Gratzer: „ÖHV-Linie ist Kapschs Pressestunden-Forderung nach Zwangsarbeit sicher nicht.“ Denn statt wie geplant eine öffentlich Diskussion über Zumutbarkeitsbedingungen in Gang zu setzen, werde hier nur der Tourismus angepatzt: „Es ging Kapsch in erster Linie wohl nicht um eine Branchenlösung für den Tourismus, sondern um eine Novelle, von der die Industrie profitiert. Die sucht bekanntlich seit Jahren händeringend nach Mitarbeitern und findet keine Lösung“, wundert sich Gratzer.

Das siebenseitige Tourismuskapitel im Regierungsprogramm könnte dagegen, gut umgesetzt, für Erleichterungen in der Branche sorgen – human resources sind zentraler Bestandteil davon: „Mit vielversprechenden Passagen zu geförderten Mitarbeiterhäusern, einer Kinderbetreuungsoffensive und zeitgemäßer Ausbildung. Wir bringen unser Know-how gerne ein“, so Gratzer.

 

APA/red

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