Keine grüne Schokolade

Greenpeace checkte die Ladenregale der österreichischen Supermärkte. Auf der Suche nach umweltfreundlicher und sozial verträglicher Schokolade stieß man auf ernüchterndes Angebot.

Kakaobohnen von weit, weit weg

Gerade mal sechs Prozent der Tafelschokoladen erfüllten die Auflagen von Greenpeace. Hinzu kommt, dass in fast ein Drittel Palmöl nachgewiesen wurde. Die weitläufige Monokultur von Palmöl ist Grund für eine Verminderung der Artenvielfalt sowie für über 10.000 Brandherde im Jahr 2019.
Die Schokolade wurde im Greenpeacecheck vier Kriterien unterzogen: ist die Produktion biologisch? Ist der Kakao sozial fair produziert? Ist die Schokolade frei von Palmöl und tierischen Bestandteilen? Hofer schneidet dabei noch am besten ab mit Platz 1. Gerade mal sechs von neun Supermärkten führen Bio-Schokolade in ihrem Sortiment. Schokolade aus sozial fairen Bedingungen werden entweder durch das „Fairtrade“- oder des „Rainforest Alliance“- Siegel gekennzeichnet.
Der Check kommt gerade zur rechten Zeit. Den mit 23. Februar stellt die EU Kommission einen Entwurf zum EU-Lieferkettengesetz vor. Durch diese Regelung werden alle Unternehmen ab einer bestimmten Größe dazu gezwungen, ihre unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Bezug auf Sozial- und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette einzuhalten. Bei Verstößen können sie vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden.

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