Kein Geld für die Lufthansa

Christian W. Mucha: "Warum ich für eine unverzügliche Verstaatlichung von Austrian Airlines bin."
© Unsplash

Die Lufthansa steht wieder einmal mit der geöffneten Hand vor der Republik Österreich.

Schon bei der Übernahme des maroden National Carrier haben sie 300 Millionen Mitgift erhalten.

Jetzt soll Österreich wieder brennen: argumentiert wird mit der obligaten Erpressungs-Methode: Entweder 600, 700 oder 800 Millionen bar aufs Händchen.

Oder tausende Arbeitsplätze sind weg. Und das Drehkreuz Wien stirbt. Damit geht der Airport auch hops.

So klingen die Argumente der dutzenden Verhandler, die die Deutschen auf Betteltour schicken.

Ich bin dagegen, denen Geld in den Anus zu schieben. Auch das grüne Argument: „Nur mit Umwelt-Auflagen“ halte ich für schwer stupid.

Mein Ansatz: Wenn Staatshilfe, dann sollen die Deutschen ihre deutsche Lufthansa retten.

Was geht das uns an? Oder würden wir die deutsche Siemens retten? Die deutsche Bank? Volkswagen? Na, net wirklich!

Will der deutsche Airliner die AUA-Verluste nicht tragen – kein Problem. Alle Rechte, die Flotte, Wartung, Technik und Personal fallen an die Republik.

Die trägt die nun entstehenden Verluste.

Die AUA wird verstaatlicht. W i r schaffen an.

W i r entscheiden, welche Routen geflogen werden. wir setzen zwei Top-Airliner an die Spitze. Keine Lufthansa vasallen. Wir bedienen das Drehkreuz Wien intensiv. Der Airport bekommt starken Einfluss bei der AUA und unterstützt sie bei den Landegebühren…

Und nein – ich will nicht, dass das Geld nach Deutschland fließt. Und dort zur Lufthansa Sanierung zweckentfremdet wird. Weil denen Österreich letztlich scheißegal ist.

Und die den Standort Wien fallen lassen werden wie eine heiße Kartoffel.

Und jetzt sagen Sie mir nicht: „Das lässt sich vertraglich sicherstellen“. Oder: „Wir finden keinen gscheiten Manager“. Oder: „Unsere Beamten würdens vernudeln“.

Also Klartext: Kein Geld für die Lufthansa
Aber – jede unterstützung für (unsere) Austrian Airlines.

Noch eine Zusatzbemerkung: Der Aktienkapitalisierungswert der Lufthansa liegt laut morgigem Kurier bei 3.83 Milliarden Euro.
Um 800 Millionen bekäme man sohin 20 Prozent von Germananianairlines…

Also: Wir geben denen 800 Millionen und kriegen dafür 20 Prozent Anteile…

Wär doch fair…. Wetten, dass die das n i e zulassen und was dagegen haben…

Wlso könnten wir uns mit der schweiz verbünden, die für eine Swiss Unterstützung (auch Lufthansa Tochter in Turbulenzen) massive Sicherheiten fordert.

Inzwischen sollen bei der AUA Mitarbeiter abgebaut, Flieger verscherbelt werden, das Drehkreuz Wien aber weiter zugunsten von München abbauen…

Weshalb Experten eine verbindliche Langstreckenanteilsgarantie (25%) und Drehkreuzbeauftragung fordern…

Mein Appell; Österreich, lass dich von der deutschen Verhandlungspenetranz nicht über den polierten Tisch ziehen!!!!!

 

Christian W. Mucha

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