Jeder sechste Wintergast in Wien aus Deutschland

Große Auswirkungen der Reisewarnung.
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Die von Deutschland für Reisen nach Wien ausgesprochene Reisewarnung trifft den Tourismus in der Bundeshauptstadt schwer. In der abgelaufenen Wintersaison 2020, die schon von der Coronakrise beeinflusst einen starken Rückgang gebracht hatte, entfiel jede sechste Übernachtung auf Gäste aus Deutschland. In Summe buchten Deutsche rund 940.000 Übernachtungen in Wien.

Im Jahr davor (Wintersaison 2019) hatte es in Wien noch fast 1,4 Mio. Übernachtungen aus Deutschland gegeben. Der Rückgang deutscher Gästebuchungen fiel mit 31,6 Prozent größer aus als bei den anderen Ausländern bzw. den Österreichern (jeweils knapp 28 Prozent). Mit der aktuellen Reisewarnung dürfte die zarte Erholung bei den Buchungen, die sich abgezeichnet hatte, wieder hinfällig sein.

Noch härter als Wien würden Reisewarnungen aus Deutschland allerdings Bundesländer mit großem Wintertourismus treffen. So hatte in der vorigen Wintersaison Vorarlberg etwa 1,4 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste, Salzburg 5,2 Millionen und Tirol 11,6 Millionen. Dabei hatte es schon Rückgänge um 13 bis 18 Prozent im Vergleich zur Vorjahressaison gegeben.

Im gesamten Jahr 2019 verbuchte Wien 3,4 Millionen Nächtigungen aus Deutschland, das waren 19 Prozent aller Übernachtungen. Insgesamt kam Wiens Tourismus nach einem starken Anstieg auf 17,6 Millionen Nächtigungen und einen Umsatz über einer Milliarde Euro.

Abgesehen von Deutschland haben auch die Schweiz und Belgien Reisewarnungen für Wien. Im vorigen Winter kam es zu 129.000 Übernachtungen von Schweizern und 50.000 Übernachtungen von Belgiern in Wien. Im Gesamten Jahr 2019 waren es 460.000 Übernachtungen aus der Schweiz und 150.000 aus Belgien, zeigen Zahlen der Statistik Austria.

 

APA/Red

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