Hoteliers begrüßen Klarheit zu Hotelsperren

Erleichterung für Kommunikation mit Urlaubern.
© ÖHV

ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer

Die Österreichische Bundesregierung hat die Sperre aller touristischen Betriebe des Landes, also aller Hotels, Pensionen und sonstiger Quartiere (auch AirBnB-Vermietungen), verfügt. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) und der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sind froh über die geschaffene Klarheit über Ostern.

„Diese Klarstellung hilft den Betrieben in der Kommunikation mit Gästen, die die Situation falsch einschätzen“, bedankte sich ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Denn damit würde der faktische „Lockdown“ im österreichischen Tourismus auch rechtlich verordnet, meinte er Montagnachmittag (30.3.) in einer Aussendung.

Mit dieser Maßnahme will die Bundesregierung verhindern, dass es in den anstehenden Osterferien zu Reisetätigkeiten kommt. Bisher gab es laut WKÖ keine österreichweite Sperre für Beherbergungsbetriebe, allerdings ein Betretungsverbot für öffentliche Orte.

Aus Sicht des Fachverbandes muss allerdings im angekündigtem Erlass klargestellt werden, welche Personen weiterhin beherbergt werden dürfen, so die Wirtschaftskammer mit Blick auf die Unterbringung von Schlüsselarbeitskräften aus produzierenden Betrieben oder dem Lebensmittelhandel, von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, Pflegepersonal, etc. Auch eine Beherbergung von Personen, die aus humanitären oder sozialen Gründen eine Unterkunft suchen, wie etwa Opfer häuslicher Gewalt, müsse weiterhin möglich und erlaubt sein. Mit dem WKÖ-Infotool openhotels.at könnten rasch offene Unterkünfte gefunden werden. Beherbergungsbetriebe, die Zimmer für diese Schlüsselarbeitskräfte anbieten wollen, können sich dort den Angaben zufolge „rasch und einfach registrieren“.

Der Tourismus stehe aber „mit dem Rücken zur Wand“, schlug Gratzer Alarm. Die Betriebe und ihre Mitarbeiter bräuchten Klarheit und Rückendeckung für die nächsten Monate. „Faktisch sind Österreichs Hotels und Restaurants seit Wochen behördlich gesperrt“, so der ÖHV-Generalsekretär. „Der Covid-Nothilfefonds muss hier den betroffenen Betrieben schnell und unbürokratisch helfen“, meint Gratzer.

APA/PA/red

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